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Ein Maler, dessen Technik eigenartig und unvollkommen ist, wird hier als „begnadet mit dem visionären Blick, der hinter die Dinge zu sehen weiß”, bewundert. Ähnlichkeit mit dem Objekt wird von ihm nicht beabsichtigt, aber, sagt der Autor: „Rapaports Porträtbildnisse sind mit den Psychen seiner Modelle tatsächlich bis zu dem heute überhaupt erreichbaren Maße identisch”.
Der Vertreter der Psychoanalyse, von der es hier heißt, „sie lasse in Tiefen blicken, die uns bisher verschlossen waren”, wird allerdings skeptisch gegen die psychologischen Porträtanalysen des Autors bleiben, die sich oft die erstaunlichsten Schlüsse gestatten: wie etwa auf die Lieblingslektüre eines Mannes auf Grund einer flüchtigen Federskizze. Wird sind an gründliche, langwierige Analysenarbeit gewohnt und skeptisch gegen physiognomische Intuition. Überdies hat der Maler erklärt, er kümmere sich nicht um die Werte des Menschen, den er malt, sondern er ringe nur um künstlerische Form.
E. H.