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Der hier mitgeteilte Traum wurde den 18. Dezember 1821, also etwa ein und ein viertel Jahre vor dem ersten Besuch Eckermanns bei Goethe geträumt und der Braut in einem Brief mitgeteilt:
„Mir träumte vorige ganze Nacht bey Goethen, ich habe viel mit ihm gesprochen. Ich faßte immer seine Beine um, aber er hatte dicke Unterhosen an; er sagte, er könne anders nicht mehr warm werden. Er war schon sehr alt, aber mich hatte er sehr lieb, er holte mir auch aus der Kammer eine ganze Hand voll Birnen, die er auch schälte, aber bloß am Stengel herum; ich sollte alle aufessen, aber ich sagte ihm, zwey wollte ich an mein Hannchen in Hannover mitnehmen, ich käme zwar erst Ostern hin, aber sie würden sich wohl so lange halten, die 2. steckte ich in die Taschen. Auch der Ottilien ihre beyden Kinder stellte er mir vor, sie waren hübsch und dick mit hellen Locken, und ich recitirte ihm seine Verse „daß dem Vater in dem Sohne tüchtig schöne Knaben bringst”. Er meinte, „stillst” müßte es heißen, ich aber sagte ihm, ob er sein eigenes Gedicht nicht besser kenne, es müsse ja bringst heißen, worauf er mir denn auch Recht gab. Er weinte über die jetzige Poesie, er sagte, sie läge ihm gar zu schwer am Herzen, er müsse nun bald davon, habe aber die beste Hoffnung auf mich gesetzt und würde nunmehr ruhiger sterben. Ich fragte ihn, was er von mir hielte, worauf er antwortete, daß, wenn ich es recht anfinge, ich einst gleichen Ruhm haben könne als er jetzt, denn mein Talent wäre nicht geringer als das seinige. Obgleich ich im Traume war, so kam es mir dennoch übertrieben vor, aber ich hatte darüber meine innerliche Freude, und dachte das meinige zu thun. Ich fragte ihn, wie ich es denn anfangen müsse, er aber