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Edward Glovers Buch (War, Sadism and Pacifism, Three Essays, George Allen & Unwin Ltd. London 1933) kommt in einem denkwürdigen, schicksalsträchtigen Augenblick heraus, der ihm eine fast verblüffende Aktualität verleiht. Wir alle fragen uns: Was für Menschen sind die Drahtzieher des nächsten Krieges? Wie sind die Gehirne beschaffen, die nicht davor zurückschrecken, das Grauen, das uns noch in allen Gliedern steckt, neuerlich und hundertmal entsetzlicher heraufzubeschwören?
Doch wäre es ein Trugschluß, hierin Absicht des Autors oder Verlegergeschicklichkeit wittern zu wollen. Diese drei überaus anregenden Aufsätze sind der Niederschlag von Vortragszyklen mit Diskussionen, die Glover im Auftrag einer Völkerbundkommission in den Jahren 1931 und 1932 in Genf und Cambridge im Sommersemester abhielt, und die nun in Buchform zusammengefaßt werden, um auch außerhalb jener aus bereits überzeugten und geeichten Kriegsgegnern bestehenden Hörerkreise um Verständnis für die Meinungen und Reformvorschläge des Autors zu werben.
Die Fragen: Wie viele Millionen wurden bisher vom Völkerbund oder ihm angegliederten Vereinigungen zur psychologischen Erforschung der auf Krieg hinzielenden menschlichen Triebe verwendet? Wie viele psychologische Institutionen sind in den verschiedenen Ländern Tag und Nacht damit beschäftigt, die Rätsel um die menschlichen Gruppen- und Einzelkonflikte einer Lösung zuzuführen? müssen seltsamer Weise die Antwort finden: Nicht einen Pfennig widmet der Völkerbund der Aufhellung dieser ihn nahe angehenden Probleme, und ebenso wenig haben die mit Riesenbeträgen dodierten großen internationalen Stiftungen zur Förderung aller möglichen wissenschaftlichen Interessen für diesen Zweck übrig. Wahrlich Tatsachen, die geeignet sind, die Tragkraft des menschlichen Selbsterhaltungsbedürfnisses gering zu beurteilen.
In Ermanglung verläßlicher statistischer Grundlagen muß auf die verstreuten, da und dort erschienenen Berichte von Kriegsteilnehmern und aur das Material, das die