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Die Gründungs- und Wirkungsgeschichte des Geheimen Komitees ist mit unterschiedlichen Gewichtungen mehrfach rekonstruiert worden.1 Das soll hier nicht wiederholt werden. Allerdings verlangt die Rechtfertigung des editorischen Vorgehens bei der Herausgabe der Briefe, die sich die Komiteemitglieder geschrieben haben, einige historische Erläuterungen. Die Geschichte des Geheimen Komitees läßt sich in drei Abschnitte einteilen:
1912 bis 1920: Die Mitglieder des Geheimen Komitees korrespondieren ohne feste Regeln untereinander (keine Rundbriefe im eigentlichen Sinne);
1920 bis 1927: Das Geheime Komitee korrespondiert über Rundbriefe an festgelegten Wochentagen;
1927 bis 1936: Das Geheime Komitee existiert öffentlich als Vorstand (Zentralleitung) der IPV und korrespondiert über Rundbriefe;
Zu 1. Nach der Gründung des Komitees im Sommer 1912 gab es noch keine festen Regeln der Korrespondenz, Rundbriefe an bestimmten Tagen schon gar nicht. Über viele Jahre hindurch änderte sich an dieser lockeren Praxis nichts. Das bedeutete allerdings nicht, daß es keinen dichten Informationsfluß gegeben hätte. So schrieb Karl Abraham z.B. am 9. März 1914 an Freud:
Daß ich mit allen Komiteemitgliedern im häufigen Briefwechsel stehe, erfahren Sie wohl.2
Hin und wieder geschah es auch, daß eines der Komiteemitglieder einen Brief an alle anderen richtete, so z.B. die Briefe Abrahams vom 10.3.1914 und Freuds vom 17.11.1918.3