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Die eigentliche Rundbriefkorrespondenz beginnt im Herbst 1920. Das Geheime Komitee war jedoch schon 8 Jahre früher gegründet worden. In diesen acht Jahren wurde der Kontakt fast ausschließlich über die Privatkorrespondenz aufrecht erhalten. Nur wenige Briefe sind an alle Komiteemitglieder gerichtet, einige andere beziehen sich auf die Arbeit des Komitees. Wir haben uns entschlossen, diese Briefe mit in diesen Band aufzunehmen, obwohl sie formal keine Rundbriefe sind. Aber sie schienen uns für das Verständnis mancher Hintergründe wichtig.
Besonders interessant ist Freuds Brief vom 4. November 1918, in dem er über die Budapester Stiftung informiert. Hier werden zum ersten Mal alle Mitglieder des Komitees namentlich in offiziellem Zusammenhang genannt.
Sofort mit Einsetzen der Rundbriefe am 20. September 1920 werden ausführlich organisatorische Themen erörtert. Besonders die Frage des Internationalen Psychoanalytischen Verlags spielt eine wichtige Rolle, aber auch redaktionelle Fragen der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse und des International Journal of Psychoanalysis. Aber auch Personalfragen nehmen einen breiten Raum ein. Insbesondere die Zusammensetzung der Redaktionskollegien und die Entsendung von geeigneten Personen an das Berliner Ausbildungsinstitut werden häufig erörtert.
Aus Berlin wird naturgemäß oft über die Poliklinik berichtet, Jones behandelt häufig Probleme des britischen Vereinslebens, Ferenczi informiert über die Budapester psychoanalytische Szene. Zeitungssausschnitte, die die Psychoanalyse direkt oder indirekt betreffen, werden ausgetauscht, ebenfalls Bücher und Artikel, die das eine oder andere Komiteemitglied zur Rezension oder Übersetzung vorschlägt.
Im wesentlichen ist die Korrespondenz noch sachlich und es gibt wenig ernsthafte Auseinandersetzungen.