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Indem ich die Verfügung über die Budapester Stiftung (v. Freund2 – Barczy3) zu Gunsten der Psychoanalyse übernehme, unterbreite ich den nächsten Freunden und Mitarbeitern die nachstehenden Bestimmungen, von denen ich mich in dieser Funktion leiten lassen will.
1.) Ich werde diese Stiftung (Fond und Erträgnis) verwenden:
zur Sicherstellung und zum Ausbau der von mir herausgegebenen psychoanalytischen Zeitschriften,
zur Förderung der nicht periodischen psychoanalytischen Literatur,
Maschinenschriftlicher Brief.
Anton von Freund . Ungarische Namensform Antal Freund von Tószegh; Budapester Brauereibesitzer und Dr. phil. Wurde im Sommer 1918 Mitglied des »Geheimen Komitees« und beim Budapester Kongreß desselben Jahres Sekretär der IPV. Von Freund hatte 1918 beschlossen, eine von ihm schon vorher eingerichtete Stiftung speziell zur Gründung und Unterstützung einer psychoanalytischen Poliklinik mit Lehrinstitut in Budapest zu verwenden. Aufgrund seines frühen Todes und der inneren Wirren in Ungarn blieb der Plan unverwirklicht. Von diesem »großen Fonds«, der trotz vielfacher Bemühungen nie der Psychoanalyse zugute kam, ist ein anderer zu unterscheiden, ebenfalls aus den Mitteln von Freunds, der vor allem zur Schaffung des Internationalen Psychoanalytischen Verlags diente, und dessen Kapital 1918/19 nach Wien transferiert wurde. Harmat berichtet, daß die Summe, die A. von Freund für den Verlag vorsah, »ungefähr fünfhunderttausend Dollar« betrug. Ein Viertel davon konnte noch 1918 transferiert werden. Ab August 1919 gelangten die Überweisungen nicht mehr nach Österreich, weil Ungarn auf Grund der dort herrschenden Inflation solche Summen im Inland halten wollte. Ende 1919 entschieden die städtischen Behörden Budapests, daß das Geld für humanitäre Zwecke verwendet werden dürfe. Bürgermeister Bódy »erbat von einem Professor der Medizin – vielleicht von Jendrassik? – einen Bericht über den wissenschaftlichen Status der Psychoanalyse. Ferenczi wurde um eine Gegenexpertise gebeten ...
Maschinenschriftlicher Brief.
Anton von Freund . Ungarische Namensform Antal Freund von Tószegh; Budapester Brauereibesitzer und Dr. phil. Wurde im Sommer 1918 Mitglied des »Geheimen Komitees« und beim Budapester Kongreß desselben Jahres Sekretär der IPV. Von Freund hatte 1918 beschlossen, eine von ihm schon vorher eingerichtete Stiftung speziell zur Gründung und Unterstützung einer psychoanalytischen Poliklinik mit Lehrinstitut in Budapest zu verwenden. Aufgrund seines frühen Todes und der inneren Wirren in Ungarn blieb der Plan unverwirklicht. Von diesem »großen Fonds«, der trotz vielfacher Bemühungen nie der Psychoanalyse zugute kam, ist ein anderer zu unterscheiden, ebenfalls aus den Mitteln von Freunds, der vor allem zur Schaffung des Internationalen Psychoanalytischen Verlags diente, und dessen Kapital 1918/19 nach Wien transferiert wurde. Harmat berichtet, daß die Summe, die A. von Freund für den Verlag vorsah, »ungefähr fünfhunderttausend Dollar« betrug. Ein Viertel davon konnte noch 1918 transferiert werden. Ab August 1919 gelangten die Überweisungen nicht mehr nach Österreich, weil Ungarn auf Grund der dort herrschenden Inflation solche Summen im Inland halten wollte. Ende 1919 entschieden die städtischen Behörden Budapests, daß das Geld für humanitäre Zwecke verwendet werden dürfe. Bürgermeister Bódy »erbat von einem Professor der Medizin – vielleicht von Jendrassik? – einen Bericht über den wissenschaftlichen Status der Psychoanalyse. Ferenczi wurde um eine Gegenexpertise gebeten ...