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CIRCULAR
in Sachen der psychoanalytischen Stiftung
Wenn die Geldgebarung es gestattet, möchte ich aus den Zinsen der Stiftung jährlich zwei Preise zur Verteilung bringen. Ich konsultiere hierüber die Mitglieder des Komitees: Dr. Ferenczi, Dr. v. Freund und Dr. Rank.
Der eine der Preise soll für eine rein ärztliche, der andere für eine Arbeit bestimmt sein, welche die Analyse auf ein nicht ärztliches Thema mit Erfolg anwendet. (Also Typus: Zeitschrift und Imago.)
Die Preise sollen je 1000 K. betragen und gleichzeitig mit der Zusprechung ausgezahlt werden. Es soll möglich sein, anstatt des einen großen Preises zwei kleine zu je 500 K. an zwei verschiedene Autoren zu vergeben.
Die Preiszuteilung soll am 27. September jedes Jahres erfolgen und kurz nachher verlautbart werden, zur Erinnerung an den Kongreß in Budapest, mit dem die analytische Stiftung verknüpft ist. Wenn im Herbst ein Kongreß stattfindet, soll die Verkündung der Preise auf diesem Kongreß erfolgen.
Ich schwanke, ob ich diesen Preis nach der Stadt Budapest oder nach dem formellen Stifter Dr. Stefan Bárczy benennen soll. Für letztere Entscheidung spricht, daß auch der Fond diesen Namen trägt, dagegen aber, daß die Person des Oberbürgermeisters von Budapest zur Psychoanalyse gekommen ist wie etwa Pontius Pilatus ins Credo. Der Name des wirklichen Stifters soll ja nicht genannt werden.
Die Preise sollen nicht den Charakter von Subventionen oder Unterstützungen tragen, für welche die Anerkennung der Arbeit nur ein Vorwand ist. Sie werden nicht den Personen, sondern den veröffentlichten Arbeiten verliehen, so daß auch nicht ein bedürftiger Analytiker
Maschinenschriftlicher Brief.
sie unbedenklich annehmen kann. Doch bleibt die materielle Nebenwirkung nicht ohne Einfluß auf die Verteilung.
Die Entscheidung darüber, welche Arbeiten alljährlich in solcher Weise auszuzeichnen sind, möchte ich mir allein vorbehalten. Es leitet mich dabei die Überlegung, daß die Anzahl von Personen, von denen man des Preises würdige Arbeit