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Lieber Herr Professor, Liebe Kollegen!
1. Bis jetzt keinen Brief von Euch bekommen. –2
2. Ich wiederhole den Rank bereits geschriebenen Vorschlag, die Diskussion über die Referate von Binswanger3 und Stärcke4 in den Vereinigungen durchführen zu lassen und die gesammelten Diskussionsbeiträge – etwa als Beiheft der Zeitschrift – herauszugeben.5 Jones müßte die zwei Referenten ersuchen, Abzüge oder Abschriften ihrer Referate jeder Vereinigung zukommen zu lassen, die Präsidenten der Vereinigungen müßten dann (auch von Jones) ersucht werden, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Diskussions-Sitzungen abzuhalten und die Sitzungsberichte an Rank zu schicken. –
3. Die Angriffe gegen die Psychoanalyse sind an der Tagesordnung. Nach dem erwähnten medizinischen »Klatschblatt« haben zwei Tagesblätter das ungünstige Referat von Prof. Korányi veröffentlicht. Ich reagierte nur insofern, als ich der Behauptung, die Mehrheit der namhaftesten
Handschriftlicher Brief; die Adressen von Ferenczi und Rank und die Angaben zum Heller Verlag sind gestrichen.
Dieser Satz ist gestrichen. Vermutlich ist ein Brief eingetroffen, bevor Ferenczi das vorliegende Schreiben beendet hatte.
Ludwig Binswanger (1881-1966). Schweizer Psychiater, Besitzer und Leiter eines Sanatoriums in Kreuzlingen, 1910 erster Präsident der Zürcher Ortsgruppe der IPV. Bemühte sich lange Zeit um den Brückenschlag zwischen Psychoanalyse und akademischer Psychiatrie; vgl. Mühlleitner (1992a), S. 46; Freud (1992b).
August Stärcke (1880-1954). Holländischer Psychiater, 1911-1917 Mitglied der Wiener, dann der Niederländischen Psychoanalytischen Vereinigung. Erhielt 1921 den Preis für den besten Beitrag zur ärztlichen Psychoanalyse für seine Arbeiten »Der Kastrationskomplex« und »Psychoanalyse und Psychiatrie«; vgl. Mühlleitner (1992a), S. 313; Stärcke (1921a); Stärcke (1921b).
Gemeint ist hier der Haager Kongreßvortrag von Binswanger (1920) und das Koreferat von Stärcke (1921b). Eine gemeinsame Veröffentlichung kam ebenso wenig zustan
Handschriftlicher Brief; die Adressen von Ferenczi und Rank und die Angaben zum Heller Verlag sind gestrichen.
Dieser Satz ist gestrichen. Vermutlich ist ein Brief eingetroffen, bevor Ferenczi das vorliegende Schreiben beendet hatte.
Ludwig Binswanger (1881-1966). Schweizer Psychiater, Besitzer und Leiter eines Sanatoriums in Kreuzlingen, 1910 erster Präsident der Zürcher Ortsgruppe der IPV. Bemühte sich lange Zeit um den Brückenschlag zwischen Psychoanalyse und akademischer Psychiatrie; vgl. Mühlleitner (1992a), S. 46; Freud (1992b).
August Stärcke (1880-1954). Holländischer Psychiater, 1911-1917 Mitglied der Wiener, dann der Niederländischen Psychoanalytischen Vereinigung. Erhielt 1921 den Preis für den besten Beitrag zur ärztlichen Psychoanalyse für seine Arbeiten »Der Kastrationskomplex« und »Psychoanalyse und Psychiatrie«; vgl. Mühlleitner (1992a), S. 313; Stärcke (1921a); Stärcke (1921b).
Gemeint ist hier der Haager Kongreßvortrag von Binswanger (1920) und das Koreferat von Stärcke (1921b). Eine gemeinsame Veröffentlichung kam ebenso wenig zustan