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Liebe Freunde!
Wir bestätigen dankend den richtigen und prompten Empfang des ersten Rundbriefes (Budapest, Berlin, London) und freuen uns, durch diesen ständigen Kontakt so viele interessante Neuigkeiten zu erfahren.
Von hier ist diesmal nicht so viel zu berichten.
Verlag: Herr Kola, mit dem Rank gesprochen hat, scheint weiter sehr geneigt, unseren Verlag zu übernehmen und dem seinen anzugliedern. Er gründet eine A.G. mit einem Kapital von 50 Millionen Kronen, den »Richard Kola Verlag«, dem er unser Unternehmen als selbständige Abteilung angliedern will. Er kauft den Psa.Verlag und übernimmt Rank als seinen Angestellten als Leiter dieser psa. Abteilung. Kapital brauchen wir gar keines. Er gibt uns volle Entwicklungsmöglichkeit für unsere Literatur: kurz alles, was wir wünschen können. – Über Details wurde noch nicht gesprochen. Sein Verlag soll am 1. Januar die Tätigkeit beginnen, da wir aber schon bestehen und sogar größtenteils bei den Kolaschen Druckereien arbeiten lassen, stünde einer eventuellen früheren Übernahme unseres Betriebes nichts im Wege. Der Verlag – der in dieser Woche auch zum endgiltigen Abschluß der Hellerschen Verrechnung2 kommt – wird jetzt Bilanz und Inventuraufnahme machen und auf Grund derselben einen Kaufpreis ermitteln, den Kola für die Übernahme aller Werte und Aktivposten zu bezahlen hätte. Wir hoffen, daß diese Summe so hoch ausfallen wird, daß sie das bisher vom Fond3 in den Verlag investierte
Maschinenschriftlicher Brief.
Eine Auseinandersetzung mit dem Verlag von Hugo Heller, einem frühen Mitglied der »Mittwoch-Gesellschaft«, war nötig, weil dort vor 1919 u.a. die psychoanalytischen Zeitschriften und einige Freud-Werke erschienen waren, deren Rechte und Restbestände der Verlag übernahm; vgl. IZP 7, S. 533. Heller hatte im übrigen zunächst die Auslieferung für den Verlag durchgeführt; vgl. auch Sigmund Freud-Sándor Ferenczi 1.1.1919 und 6.1.1919 (ÖNB).
Der Fonds, von dessen Mitteln der Verlag damals weitgehend lebte, war zunächst aus Freund
Maschinenschriftlicher Brief.
Eine Auseinandersetzung mit dem Verlag von Hugo Heller, einem frühen Mitglied der »Mittwoch-Gesellschaft«, war nötig, weil dort vor 1919 u.a. die psychoanalytischen Zeitschriften und einige Freud-Werke erschienen waren, deren Rechte und Restbestände der Verlag übernahm; vgl. IZP 7, S. 533. Heller hatte im übrigen zunächst die Auslieferung für den Verlag durchgeführt; vgl. auch Sigmund Freud-Sándor Ferenczi 1.1.1919 und 6.1.1919 (ÖNB).
Der Fonds, von dessen Mitteln der Verlag damals weitgehend lebte, war zunächst aus Freund