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Liebe Freunde,
a) Für Berlin:
1. Dr. Fr[anz] G[abriel] Alexander]2, über den Information verlangt wurde, ist Sohn des gleichnamigen Prof. der ϕιλοσοϕια an der B[udapester]. Universität. Vater3, Sohn und Schwiegersohn4 (Prof. der ψλογια5) emigrierten unlängst.6 Den Sohn, der sich zum Kurs meldete,
Handschriftlicher Brief; einer der wenigen Briefe, die in mehr als einer Ausfertigung vorliegen: ein Exemplar ist datiert am 24.10.1920, das andere am 26.10.1920. Beide Schriftstücke wurden von Ferenczi geschrieben, wobei das zweite eine Abschrift des ersten ist.
Franz Alexander (1891-1964). Psychiater, siedelte 1920 nach Berlin über, dort psychoanalytische Ausbildung. Im Herbst 1921 Mitarbeiter an der Poliklinik, ab 1923 als Mitglied der Berliner Vereinigung belegt. Ab 1924 Dozent des Berliner Psychoanalytischen Instituts. Im Mai 1930 bekommt A. eine Einladung zum internationalen Psychohygiene-Kongreß nach Washington. Dem folgte eine Einladung als Gastprofessor nach Chicago. Auf seine Bitte hin wurde die Gastprofessur für Psychiatrie in eine für Psychoanalyse umgewandelt. Damit war er der erste amerikanische Professor für Psychoanalyse. Anfeindungen in Chicago veranlaßten A. nach Auslaufen des Gastvertrages eine eigene psychoanalytische Vereinigung zu gründen. Hierzu gehörten Leo Bartmeier und Karl Adolph Menninger. 1932 wurde ein Institut gegründet und durch Karen Horney aus Berlin verstärkt; vgl. u.a. Peters (1992), S. 320-327.
Bernát Alexander (1850-1927), Philosoph und Literaturwissenschaftler; vgl. Harmat (1988), S. 244.
Géza Révész (1878-1955), Experimentalpsychologie, zuerst während der Räterepublik in Budapest, später in Amsterdam.
D.h. der Psychologie.
Nach dem Ersten Weltkrieg 1918 kam in Ungarn für eine kurze Zeit eine bürgerliche und danach – im März 1919 – eine Räteregierung an die Macht. Diese wurde besonders von linken Intellektuellen, die zum großen Teil jüdischer Abstammung waren, unterstützt. Die Räteregierung unter Béla Kun ernannte Ferenczi am 25.3.1919 zum Pr
Handschriftlicher Brief; einer der wenigen Briefe, die in mehr als einer Ausfertigung vorliegen: ein Exemplar ist datiert am 24.10.1920, das andere am 26.10.1920. Beide Schriftstücke wurden von Ferenczi geschrieben, wobei das zweite eine Abschrift des ersten ist.
Franz Alexander (1891-1964). Psychiater, siedelte 1920 nach Berlin über, dort psychoanalytische Ausbildung. Im Herbst 1921 Mitarbeiter an der Poliklinik, ab 1923 als Mitglied der Berliner Vereinigung belegt. Ab 1924 Dozent des Berliner Psychoanalytischen Instituts. Im Mai 1930 bekommt A. eine Einladung zum internationalen Psychohygiene-Kongreß nach Washington. Dem folgte eine Einladung als Gastprofessor nach Chicago. Auf seine Bitte hin wurde die Gastprofessur für Psychiatrie in eine für Psychoanalyse umgewandelt. Damit war er der erste amerikanische Professor für Psychoanalyse. Anfeindungen in Chicago veranlaßten A. nach Auslaufen des Gastvertrages eine eigene psychoanalytische Vereinigung zu gründen. Hierzu gehörten Leo Bartmeier und Karl Adolph Menninger. 1932 wurde ein Institut gegründet und durch Karen Horney aus Berlin verstärkt; vgl. u.a. Peters (1992), S. 320-327.
Bernát Alexander (1850-1927), Philosoph und Literaturwissenschaftler; vgl. Harmat (1988), S. 244.
Géza Révész (1878-1955), Experimentalpsychologie, zuerst während der Räterepublik in Budapest, später in Amsterdam.
D.h. der Psychologie.
Nach dem Ersten Weltkrieg 1918 kam in Ungarn für eine kurze Zeit eine bürgerliche und danach – im März 1919 – eine Räteregierung an die Macht. Diese wurde besonders von linken Intellektuellen, die zum großen Teil jüdischer Abstammung waren, unterstützt. Die Räteregierung unter Béla Kun ernannte Ferenczi am 25.3.1919 zum Pr