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Liebe Freunde,
Es wird Euch wohl alle interessieren, daß ich mich bereits so ziemlich erholte und die – allerdings nur 7stündige – Arbeit gut ertrage. Freitag, am 10. reise ich auf 4 Tage zu meiner Mutter5, die ihren 80. Geburtstag feiert. –
Ad B.: Abrahams Vorschlag (Briefwechsel dreimal im Monat, am 1., 11. u 21.) ist entschieden der beste der bisher angeregten.
Ad L.: Ich bin entschieden für das vom Prof. vorgeschlagene Disc.Thema (Telepathie). Die Erfahrungen hierüber machen sich immer auffälliger bemerkbar.6 Auch dürfen wir dieses Thema nicht anderen überlassen (wie wir es mit den Steinach'schen physiolog. Experimenten7 leider tun mußten)8.
Ich bin überzeugt, daß die Psychoanalyse das Kristallisationszentrum einer neuen Weltanschauung bildet, das alle naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Gebiete zu einer Einheit zusammenfassen wird. Es ist gut, wenn die Vertreter der unverfälschten Psychoanalyse auf jedem Gebiete wenigstens die Direktiven für die Zukunft geben. Das vernachlässigte Gebiet der sog. »occulten« Phänomene dürfte eine ganze Reihe wichtiger Funde liefern, wenn es von den Ps.Analytikern bearbeitet werden würde. Z. B. den experimentellen Nachweis der Realität des Unbewußten.
Handschriftlicher Brief.
RB 24.11.1920/B.
RB 25.11.1920/Bp.
RB 25.11.1920/W.
Rosa Fränkel, geb. Eibenschütz.
Handschriftlicher Brief.
RB 24.11.1920/B.
RB 25.11.1920/Bp.
RB 25.11.1920/W.
Rosa Fränkel, geb. Eibenschütz.