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Liebe Freunde!
Wir bestätigen den Empfang von Budapest 92 und London 113, die uns zur Beantwortung vorliegen (heute, wo ich den Brief – verspätet – schreibe, liegen bereits Budapest 104 und Berlin 115 und 126 vor, auf die ich jedoch nicht eingehen kann, bevor wir unsere nächste Zusammenkunft: Mittwoch den 29. ds. haben). Hoffentlich stellt sich der Kontakt, der durch die Neuordnung der Brieftage ein wenig verloren ging, bald wieder her. Außerdem fühle ich mich allerdings auch persönlich der Verspätung schuldig, aber es war mir in der letzten Woche vor Weihnachten physisch einfach unmöglich, selbst den dringendsten Anforderungen gerecht zu werden. Reik, der zu Neujahr aus dem Verlag austritt, um die bibliographische Zentrale7 einzurichten, ist seit einigen Tagen auf Urlaub, so daß ich auch die bisher von ihm besorgte Auslieferung der Bücher übernehmen müßte, die jetzt vor Weihnachten besonders dringend war und durch die Ankunft einer Reihe von Neuerscheinungen kaum zu bewältigen war. Außerdem kam gerade zur selben Zeit Hiller in Wien an, der in seine Arbeit eingeführt werden mußte, daneben läuft die Bilanz-Arbeit und alles andere Gewöhnliche, mit dem ich ohnehin niemals fertig werden kann. Ich kann darum auch heute nicht so viel berichten als mir möglich wäre, wenn ich nicht eine uneröffnete Post von etwa 30 Briefen und ebenso vielen Drucksachen und Korrekturen liegen hätte, worunter sich vermutlich manches Mitteilenswerte befinden wird; auch Büchereinkauf und Bibliographie müssen zurückstehen. –