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Der zweite Band der Rundbriefe des »Geheimen Komitees« umfaßt erstmals den Zeitraum eines ganzen Jahres. Die »Harzreise« der Komiteemitglieder war das wichtigste Ereignis der Gruppe. Sie fand vom 21. bis 29. September statt und war im wesentlichen von Abraham vorbereitet worden. Neben dem »geselligen Beisammensein« auf Wanderungen und Besichtigungen wollte man auch Fachliches diskutieren. Freud kündigte ein »okkultistisches Referat« und eine kleine »Mitteilung über Paranoia« an.
Die in diesem Band vorgelegten Rundbriefe bilden eine wichtige Ergänzung zu den Kapiteln 2 (»Uneinigkeit«) und 3 (»Weiterentwicklung und Schicksalsschläge«) des dritten Bandes von Jones' Freud-Biographie. Es deutet sich in den Briefen bereits an, welche zentrale Machtstellung das Komitee in der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung innehatte und welche Bedeutung die Konflikte im Geheimen Komitee für die Geschichte der Psychoanalytischen Bewegung hatten.
In den hier vorliegenden Rundbriefen werden - wie auch im ersten Band - vorwiegend geschäftliche Angelegenheiten des Verlags und der Ortsgruppen besprochen. Aber es ist auch durchaus interessant, wie Freud durch Vergabe von Redaktions- oder Herausgeberrollen - besonders im Zusammenhang mit den »amerikanischen Verhältnissen« - »Personalpolitik« betreibt. Auch die Sorge um die Entwicklung des psychoanalytischen »Nachwuchses« nimmt breiten Raum im Austausch der Komiteemitglieder ein.
Und schließlich finden sich selten, aber doch hin und wieder, sehr persönliche Äußerungen, wie z.B. die Ferenczis, der sich »beschämt« fühlt, »daß sich H[err] Prof. die Mühe nimmt, die Sprachfehler meiner »Vorträge« zu korrigieren«.