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Liebe Freunde!
Wir bestätigen den Empfang von Berlin, Budapest und London Nr. 2. Auf die einzelnen Berichte ist diesmal nicht viel zu antworten, dafür ist etwas mehr von hier zu berichten.
Ad Berlin: Bezüglich des Beitrags von Blumenthal2 (nicht Rosenthal wie Du, lieber Abraham, Dich verschrieben hast) und die daran weiter geknüpften Erwägungen, können wir nur erwidern, daß doch die Persönlichkeit des Autors über Annahme oder Nichtannahme eines Artikels nicht entscheiden kann, da wir sonst auch gegen manche unserer eigenen Mitarbeiter dieses Prinzip gelten lassen müßten, was doch nicht gut angeht. Daß beispielsweise Peine ein schwerer Neurotiker ist, der in Behandlung stand oder steht, kann doch den Wert seines Beitrages, den der Professor gelesen und für mitteilenswert befunden hat, nicht beeinträchtigen. Selbstverständlich soll alles geschehen, um Mißgriffen nach dieser Richtung hin, die ja vielleicht auch nicht zu vermeiden ist, vorzubeugen.- Den von Sachs am Schluß des vorigen Briefes versprochenen Bericht über das Referatenwesen, vermissen wir bisher.
Ad London: Wir danken Dir, lieber Jones, für Deine interessanten Berichte über die Zeitungskampagne und können Dir, wenn Du dessen bedarfst, den Trost geben, daß wir gegen derartiges ganz abgehärtet sind und ihm vollkommen gleichgültig gegenüberstehen; aber vielleicht ist das in London anders. Jedenfalls scheint es bemerkenswert, daß Hiller sz. auf ein Inserat in einer Londoner Tageszeitung, nicht eine einzige Journalbestellung bekommen hat, während die letzten Tage 16 Abonnements gebracht haben; eine offenbare Wirkung der Kampagne. (Übrigens lege ich Dir, lieber Jones, einen Ausschnitt aus dem Eastern Province Herald in Port Elizabeth, Südafrika, bei3, den mir gestern mein Patient aus begreiflichen
Maschinenschriftlicher Brief.
Blumenthal (1920).
Nicht erhalten.
Gründen brachte; er hatte mir übrigens schon früher wiederholt erzählt, daß in Kapstadt in Universitätskreisen großes Interesse für die Ps.A. herrscht.)
Die