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Liebe Freunde!
Der diesmalige Bericht fällt etwas kurz aus, da verhältnismäßig wenig vorgefallen ist.
Den Todestag des lieben Toni haben wir nicht zum Anlaß einer Sitzung genommen, weil ihn nur so wenig unserer Wiener Mitglieder gekannt haben, aber wir beide haben ihn nicht vergessen.
Ad Berlin: Deinen hübschen Beitrag2, lieber Abraham, werden wir gerne in Imago veröffentlichen. Die Bürstenabzüge des russischen Referates werden Dir zugehen und wir ersuchen Frau Dr. Neiditsch durch Dich, die ihr bekannten Ergänzungen vorzunehmen. Übrigens gibt es in Berlin ein Institut, welches sich mit der Sammlung russischer Literatur beschäftigt. (Adresse folgt unten); vielleicht setzt Ihr euch damit in Verbindung.
Ad Budapest: Über Deine Nachrichten, lieber Ferenczi, haben wir uns sehr gefreut. Bedauern nur, daß wir Deine ungarischen Werke vorläufig nicht verlegen können. Für Deine Informationen in der Sache L. und St[orfer] besten Dank. Ich werde es natürlich nach Deiner Aufklärung an der nötigen Vorsicht nicht fehlen lassen. Für die amerikanischen Zeitungsausschnitte danken wir, sie gehen mit diesem Brief an Jones, der gebeten wird, sie via Berlin wieder in unser Archiv3 zurückgelangen zu lassen.
Ad London: Über die mit der Diplom- und Mitgliederaufnahme zusammenhängenden Fragen beabsichtigen wir am 11. Februar eine besondere Sitzung abzuhalten. Über deren Ergebnis wir wunschgemäß an Flügel berichten werden. (Wird er um diese Zeit in London sein? Der Professor
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. RB 2.2.1921/Bp, Anm. 2.
Das ist die einzige Stelle in den RB, aus der hervorgeht, daß es in Wien ein Archiv gab, in dem Zeitungsausschnitte etc. gesammelt wurden. Vermutlich ist dieses Archiv den politischen Verhältnissen der Naziherrschaft zum Opfer gefallen.
hat gehört, daß er in die Schweiz reisen will.) Über Bourget werden wir gelegentlich von einem unserer französischen Referenten referieren lassen. Was meinst du mit den französischen »Artikeln«, die Du uns gesandt haben willst? Ich weiß