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Liebe Freunde,
L. Die englische Zeitungs-Campagne gegen die PsA hat auch zu uns einige schwache Wellen herübergeworfen. Einige, bisher allerdings nur unbedeutende Blätter berichten von den Vorgängen. Was ich las, war gemäßigt und nicht eigentlich unfreundlich gehalten und entsprach dem von Jones geschilderten Ausgang der Sache in England; in ärztlicher Hand ist die PsA zu gestatten, in Laienhand gefährlich. Da in England die Erregung bereits abflaut, so wird sie bei uns wohl gar nicht erst erheblich werden.
Der Fragebogen der Zentrale wird von einer Kommission beraten und in der Vereinssitzung Ende des Monats erledigt werden.
Sachs wird am Ende des nach London gehenden Briefes vermerken, ob er das Referat über das Buch von Shand übernimmt.2
Sehr gespannt sind wir auf Deine weiteren Berichte, lieber Jones, über die Beratungen mit dem Erzbischof und anderen Geistlichen.
Wien: Frl. Dr. Neiditsch konnte ich noch nicht erreichen, kann aber vielleicht vor Absendung dieses Briefes, den ich schon einen Tag früher schreibe, noch von ihr hören und eine Bemerkung anfügen.
Bpest: Dir, l. Ferenczi, danke ich, wie den andern, für Ihr Interesse an der Symbolik-Frage. Wenn Du den Traum, von dem Du schreibst, mitteilen willst, so sind wir Dir alle dankbar. Ich hoffe, die Mühe ist nicht zu groß! Ich stimme Deiner Auffassung der Symbolik und ihres Verhältnisses zur Hysterie zu. Jedenfalls verdient der Gedanke genaue Prüfung.
Auch die sonstigen wissenschaftlichen Beiträge interessierten mich besonders. Ich habe mich in den ersten Jahren meiner psychiatrischen Tätigkeit besonders mit den organischen Psychosen befaßt und war immer überzeugt davon, daß in ihnen mehr psychologisch zu erklären sei, als man gewöhnlich annimmt. Ansätze in dieser Richtung hat übrigens vor