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Liebe Freunde,
Es war meine Absicht, den diesmaligen Brief Sachs zu überlassen. Aber inzwischen erhielt ich Briefe von Jones & Ferenczi, die ein allgemeineres Interesse bieten, und die ich daher an dieser Stelle beantworten möchte.
Deine Vermutung, l. Jones, betreffend den »sekundären« Narzißmus als Quelle der Störung im freien Assoziieren hat mich sehr interessiert. Ich glaube, daß es eine notwendige Ergänzung zu dem vor mir allein berücksichtigten primären Narzißmus ist.2 Mir scheint, daß einer meiner Fälle ganz genau der von Dir gegebenen Analyse entspricht. Die Pat. hat alle von Dir erwähnten Züge: Außergewöhnlich starken Kastr.-K[omplex]. Enttäuschung durch den Vater (von dem die Mutter ein Kind bekam) und in der PsA die Neigung, sich vom Arzt enttäuscht zu fühlen. Die Rückwendung zum Narz[ißmus] hat sicher diese Ursache gehabt. Doch weiß ich, daß es der Pat. auch ursprünglich schwer geworden war, den prim. Narz[ißmus] zu überwinden. Ich füge Deinen Brief für Wien bei und bitte Rank um Weitergabe nach Bp.
Deine Anfrage, l. Ferenczi, betr. Frau Dr. Herford ist in der Hauptsache schon durch den letzten Berliner Rundbrief beantwortet. Frau H. bemüht sich nachträglich, alle von Jones geäußerten Bedenken zu bestätigen, nachdem sie sich ganz vernünftig benommen hatte, solange sie in Berlin war und in unserem Verein bzw. in meiner Familie verkehrte. Man kann nichts anderes tun, als höflich und entschieden ablehnen. Die in dem Brief genannte Garantiesumme ist anscheinend 100 Pounds.(?)