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Liebe Freunde!
ad Verlag: Da der Rikolaverlag versprochen hatte, bis 1. März Nachricht zu geben, dies aber nicht getan hat, scheint die Sache einzuschlafen; andererseits besteht jetzt von uns aus wenig Neigung mehr dazu, da die Hauptmotive für uns weggefallen sind: diese waren Platz- und Personalmangel, welche jetzt beide in ausgiebiger Weise behoben sind. Wir haben ein sehr schönes, geräumiges Lokal mit genügend Personal und allen technischen Hilfsmitteln (Schreibmaschinen etc. etc.) und die ganze Sache kostet uns vorläufig gar nichts.2 Storfer scheint sich sehr gut zu bewähren3, außerdem engagieren wir jetzt eine Verlagssekretärin, die auch Hiller entlasten soll, der allmählich ebenso überbürdet wird, wie ich es war. Auch bei ihm müssen wir Wert darauf legen, daß er von der mechanisch-administrativen Arbeit möglichst befreit werde, um seine Fähigkeiten mehr in den literarisch-redaktionellen Dienst zu stellen. Er scheint das Talent zu einem ungewöhnlich guten Übersetzer zu haben, und wir bemühen uns jetzt, ihn im Deutschen und in der Analyse so weit zu fördern, daß er zumindest imstande sein wird, bald einen Teil der literarisch-redaktionellen Tätigkeit gut zu leisten. Auf diese Weise hoffen wir auch Dich, lieber Jones, allmählich zu entlasten, da wir tief bedauern, daß auch Deine wertvolle Arbeitskraft mit diesen Dingen verzettelt wird. Wir hoffen, daß Du diesen Plan auch willkommen heißen wirst. Im Zusammenhang mit der scheinbar negativen Erledigung der Kola-Angelegenheit und der Hillerfrage, wird auch das weitere Verhältnis der Press akut. Wir glauben jetzt auf den früheren - durch die Kola-Verhandlungen in Schwebe gebliebenen - Plan zurückgreifen zu sollen, daß die Verlags G.m.b.H. jetzt die Press mit allen Aktiven und Passiven übernimmt (wozu Hiller das gesamte Buchungsmaterial jetzt vorbereitet), wodurch auch in Zukunft der Verlag sowohl die Herstellungskosten
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