You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Liebe Freunde
Es tut mir unsäglich leid, zu Professors Geburtstagsfest nicht nach Wien gekommen zu sein. Die Hindernisse waren zu groß, - vielleicht bin ich auch - wie unser Jubilant mir schrieb - weniger beweglich als früher.2 Umsomehr freue ich mich auf die nunmehr im Sinne Abrahams endgültig festgestellte Zusammenkunft in Deutschland.
Von hier aus einige literarische Nachrichten:
Die Paralysenarbeit v. Hollós habe ich doch durchgesehen und nach entspr. Korrektur mit meinem »Imprimatur« versehen; sie dürfte bereits bei Rank sein.
Dr. Dukes (Rechtsanwalt, Patient bei mir) bringt dieser Tage eine eigene z.T. von mir inspirierte Arbeit über »Ps.An. und strafrechtliche Schuld«3 persönlich zu Rank.
Er bringt auch das MS meiner »Gemeinverständlichen Aufsätze über Psychoanalyse«4 (s. I. Band meiner Sammlg für die Bibliothek).
Frau Rózsi v. Freund gab ich den Auftrag, die »Gradiva« des Prof. ins Ungarische zu übersetzen. Den Probebogen habe ich noch nicht überprüft. Gelingt die Arbeit, so wird sie natürlich beim »Verlag« erscheinen.
Ich bitte Rank, Eisler einmal etwas energischer wegen des ung. Tagebuches zu mahnen. Ich tat es öfters; zuletzt sprach er aber von »dringenden anderen Arbeiten« etc., die ihn zwingen, diese Arbeit auf die Ferien zu verschieben. Bitte ihm einen früheren Termin zu setzen.