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Liebe Freunde,
Dieser Brief wird eventuell ohne Eitingons Unterschrift abgehen, da er für einige Tage verreist ist. Wir freuen uns von Dir, l. Jones Gutes über Dein Befinden zu hören.
Wir, und speziell ich, sind über die allgemeine Zustimmung zu dem September-Plan sehr befriedigt.
Von unserer Gruppe ist wieder Gutes zu berichten. Gestern wurde beschlossen, auch während des Sommers jede Woche zusammen zu kommen. Wir sind immer mit Vor-Anmeldungen von Vorträgen ausreichend versehen. Gestern sprach Frau Klein über Störungen des Orientierungssinnes2, recht gut hinsichtlich der Beobachtung und Auslegung. In meinem Seminar hatte ich eine Teilnehmerin (Frau Dr. Hubermann3), die sich ganz selbständig in die PsA hineingearbeitet hat, mit einer Untersuchung über das Tabu beschäftigt ist und im Seminar zwei ausgezeichnete Referate hielt. Sie nimmt jetzt auch an den Vereinssitzungen teil und hält demnächst einen Vortrag über die Sexualsymbolik in den ostafrikanischen Sprachen.
Überraschend ist Ranks Bericht über den Verlag. Mit unsern Glückwünschen müssen wir den Dank für Deine unermüdliche Tätigkeit verbinden. Die Weiterverteilung der Preise ist ein gutes Zeichen unserer Lage; noch erfreulicher allerdings ist, daß zwei so verdiente Autoren vorhanden sind, denen die Preise zukommen. (Auch wir wüßten gern, ob die Verleihung schon Tatsache ist.)
Auf einer Pfingstreise habe ich Deine Arbeit über den Tic, l. Ferenczi, gelesen. Ich kann ihr weitgehend zustimmen und hoffe, wir werden bei der Herbstzusammenkunft noch einiges Ergänzende besprechen können.