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Liebe Freunde,
Infolge anderweitiger Überlastung muß ich den heutigen Brief etwas abkürzen.
Jahresbericht2 eingetroffen. Herzl. Dank! Die große redaktionelle Arbeit verdient volle Anerkennung. Gewisse Vorschläge zur Änderung sollen im September zur Sprache kommen. Ebenso trafen die 2 ersten Bände der Library ein. Ach, könnten wir unsre Bücher auch so ausstatten! Ein Blatt mit gedruckten »Compliments« lag bei. Von wem kommen sie?
Von Voitel-Leipzig hörten wir noch nichts.
Die von meiner Frau gefertigte Tempest-Übersetzung ist nach Wien abgesandt.
Sehr erfreulichen Bericht kann ich nächstes Mal über meinen neuen Anfänger-Kurs geben.
Am Sonntag hatten wir drei eine längere Sitzung. Über Deinen Bericht, l. Jones, sprachen wir eingehend. Bezüglich Stanley Hall und die Amerikaner überhaupt, sind wir jetzt endlich wohl alle einer Meinung. Wir müssen die Beziehungen pflegen, dürfen aber nichts zu Großes von ihnen erwarten.
Dein guter Eindruck von Glover erfreut speziell mich sehr. Auch der jüngere Bruder, der seine Analyse sehr eifrig fortsetzt, wird eine gute Kraft werden.
Ferenczi's Vorschlag zur Zeitschrift sagt uns zu, doch wird sich wohl darüber besser mündlich verhandeln lassen.
Liebermann's Krankheit, die sich seit Monaten, sicher unter unbewußter Beihilfe, ins Körperliche gewandt hat, ist immerhin so ernst, daß jetzt auch Eitingon und Sachs der Meinung waren, ein Stellvertreter sei zu ernennen. In der morgigen Sitzung des Vereins wird wohl so beschlossen