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Liebe Freunde,
Im Begriff, für einige Tage zu verreisen, schreibe ich schon heute. Der Brief von Prof. Junker geht nach London weiter. Im Prinzip sind auch wir gegen eine solche Allianz mit den Okkultisten. Besonders aber im vorliegenden Fall, der mir ein ganz gemeiner Schwindel zu sein scheint. Schon der Kopf des Briefbogens zeigt, daß es sich um ein geschäftliches Unternehmen handelt. Die Unterschrift des Professor aber ist höchst verdächtig. Ein Amerikaner kann unmöglich diese Handschrift haben, ebensowenig aber ein deutscher Gelehrter, der übrigens auch sein Amt und sein gewöhnliches Domizil angeben würde; »z.Zt. Oberammergau« ist sehr eigentümlich. Die Antwort kann also nur ablehnend sein.
Wir sollten uns darüber einigen, ob während der nächsten zwei Monate die Briefe in der bisherigen Weise gewechselt werden sollen. Der anfänglich so sehr bekämpfte 10tägige Turnus hat sich sehr bewährt, mir (A) scheint aber für die Ferienzeit ein etwas längeres Intervall nötig. Wenn z.B. Herr Prof. in Gastein oder in Südtirol ist2, können wir zwar ein besonderes Exemplar unserer Berichte dorthin senden, aber die Kommunikation zwischen Herrn Prof. & Rank innerhalb dieser 10 Tage wird sehr erschwert. Von uns verreist demnächst Sachs auf längere Zeit. Sollten wir in den nächsten 2 Monaten nicht mit halbmonatlichen Berichten (am 1. & 16.) auskommen? Da die Ortsgruppen ihre Tätigkeit unterbrechen, so ist ja auch von ihnen wenig zu berichten!
Als die Zeitschr. an unsern Verlag überging, bekam ich anfänglich 2 Exemplare, von denen ich das eine gemäß Verabredung unsrer Vereinsbibliothek abliefern sollte. Sehr bald aber erhielt ich nur noch ein Exemplar. Ist das zweite absichtlich nicht mehr geliefert oder liegt vielleicht nur ein Versehen vor? Die Frage geschieht nur im Interesse unserer Bibliothek. Ebenso wurde mir das »Journal« anfänglich zugesandt, was dann unterblieb.