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Liebe Freunde,
Dieser Brief geht ohne Unterschrift von Eitingon ab, da er verreist ist. Mit der von Wien vorgeschlagenen Einschränkung der Korrespondenz sind wir einverstanden. Zur Verabredung des Näheren wegen der Zusammenkunft wird ev. im August einmal ein Sonderbrief gewechselt werden müssen.
Sachs wird als stellvertr. Schriftführer einen Bericht über das 1. Halbjahr 1921 an Dich, l. Rank senden, außerdem das Protokoll der Tic-Debatte.2 (Für Jones: natürlich sollen unsre Diskussionen nirgends anders als im Korrespondenzblatt erscheinen! Und selbstverständlich nur solche, die nach unsrer Meinung die Veröffentlichung verdienen. Nach jeder Diskussion wird Beschluß gefaßt, ob sie publiziert werden soll.)
Daß Nachmansohn3 aus der Schweiz zu unserer Gruppe übergetreten ist, meldete ich wohl schon. Adresse: Göttingen, Plauckstraße 18. Neu aufgenommen haben wir Frau Dr. Happel.4 Sie läßt sich, nachdem sie von Sachs analysiert ist & meine Kurse gehört, auch lange Zeit an unsren Sitzungen teilgenommen hat, in Frankfurt a. M. nieder (Leerbachstraße 39). Für Rank: sie hat diesen Jahrg. der Z. bei Heller abonniert und kommt für den direkten Bezug der beiden Z. als Mitglied erst vom 1. Januar an in Betracht.- Wir können Frau Dr. H. für Zuweisung von Analysen
Maschinenschriftlicher Brief.
Zur Tic-Debatte vgl. auch KB, IZP, 7, S. 393.
Vgl. Bd. 1, S. 198, Anm. 11.
Clara Happel (1889-1945). Ärztin und Psychoanalytikerin in Frankfurt, Hamburg und Berlin. Gemeinsam mit Karl Landauer organisierte sie 1925 den 9. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Bad Homburg. Sie arbeitete mit August Watermann in einer psychoanalytischen Studiengruppe zusammen. 1939 emigriete sie nach Detroit. Auf Grund einer Denunziation eines Patienten wurde Happel 1941 als »feindliche Ausländerin« inhaftiert. 1944 zog sie nach New York, wie sie 1945 durch Einnahme einer Überdosis Schlafmittel starb; vgl. Brecht et al. (1985), S. 80, Mühlleitner (1992), S. 205.
empfehlen, zumal Landauer5 in Fr[ankfurt] kein