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Liebe Freunde,
Von uns ist, nachdem der Verein seine Ferien angetreten hat, wenig zu berichten. Sachs verreist am 15. d. M. Seine Adresse für die nächsten Wochen ist Südbahn-Hotel, Semmering.
Ein hiesiger Verlag, S. Seemann, der kleine populär-wissenschaftliche Broschüren herausgibt, hat mich zur Anfertigung einer solchen über PsA aufgefordert. Ich habe wegen anderer Absichten abgelehnt, dagegen ist Sachs bereit, die Sache zu übernehmen, falls die Bedingungen befriedigend sind.
Ich hatte vor einigen Tagen den Besuch eines Dr. Cohn2, Assistent an einer psychiatrischen Privatanstalt in Stuttgart, der bestimmt vorhat, sich der PsA zu widmen und im nächsten Frühjahr nach Berlin übersiedeln will, um sich zunächst selbst analysieren zu lassen.
Dein Vorschlag, l. Ferenczi, ein Nachwort zu unsrer Tic-Diskussion zu schreiben, sagt uns sehr zu, und ich kann nur bedauern, daß wir Dich nicht von uns aus sogleich dazu aufgefordert haben. Ich (A) hatte bei Übersendung meines Votums natürlich die Erwartung, Du würdest Dich dazu äußern. Wir bitten also Rank, den Diskussionsbericht an Ferenczi zu senden.
Über Freimark weiß ich (A) nichts. Ev. werden Eitingon oder Sachs am Schluß des Briefes angeben, was sie wissen.
Ein interessantes Document liegt vor mir: das Programm des Kongresses der Gesellschaft deutscher Nervenärzte.3 Unter den mehr als 20 Vorträgen ist nicht einer, der das Gebiet der Neurose auch nur streifte.- Ein guter Beweis dafür, daß man nichts zu sagen hat. Dagegen hagelt es Mitteilungen über Tumoren, mikroskopische Befunde bei organischen Gehirnkrankheiten etc. Diese guten Neurologen leben doch alle von den