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Liebe Freunde,
London ist nicht eingetroffen, von Ferenczi nur eine Karte, daher nur Wien zu beantworten und Einiges von hier mitzuteilen.
Zum vorigen Brief ist nachzutragen, daß wir zu Freimark keine Beziehungen haben. Eitingon ist genauer informiert über ihn und hat ihn auch einmal persönlich kennen gelernt. Nach seiner Ansicht ist F. ein unklarer, zur Mystik neigender Mensch, dem kein sachliches Interesse an der PsA zuzutrauen ist.
Dr. Krische ist uns nicht bekannt.
Die Übernahme der Verlagsrechte und Lagerbestände von Heller ist ein neuer wichtiger Schritt zur Vereinheitlichung des Verlagswesens. Also können wir dem Verlag wieder einmal gratulieren und dabei mit Vergnügen feststellen, wie oft der Verlag uns den angenehmen Anlaß zur Gratulation gibt!
Hinsichtlich der Lieferung der Zeitschrift und des Journal an die Poliklinik soll natürlich die in letzter Zeit geübte Praxis beibehalten werden. Mir (A) lag nur an der Information, nicht an einer Änderung.
Dir, l. Ferenczi, zur Nachricht, daß Dr. Michael Balint und Frau2 aus Bp. mich aufgesucht haben. Beide wollen sich analysieren lassen. Voraussichtlich wird Sachs nach seiner Rückkehr aus den Ferien die Sache übernehmen. Ich bemerke für die anderen Kom.-Mitgl., daß es sich um einen Arzt handelt, der teils aus Interesse, teils wegen neurot. Beschwerden analysiert sein möchte. Seine Frau ist Studentin der Nationalökonomie und will ebenfalls analysiert werden, um eine Grundlage für psychologische Arbeiten zu haben.
Vorige Woche fand eine Zusammenkunft der Mitarbeiter der Polikl. statt, in welcher Eitingon interessante Mitteilungen über die Entwicklung des
Maschinenschriftlicher Brief.
Michael Balint (1896-1970). Ungarischer Psychoanalytiker und Schüler Ferenczis. Im Jahre 1970 gab er dessen Schriften heraus. An der Vorbereitung war auch seine Frau Alice (Enid) beteiligt. Bekannt wurde er vor allem durch das Konzept der Balint-Gruppen; vgl. Katzlberger (1994), S.189-195.
Maschinenschriftlicher Brief.
Michael Balint (1896-1970). Ungarischer Psychoanalytiker und Schüler Ferenczis. Im Jahre 1970 gab er dessen Schriften heraus. An der Vorbereitung war auch seine Frau Alice (Enid) beteiligt. Bekannt wurde er vor allem durch das Konzept der Balint-Gruppen; vgl. Katzlberger (1994), S.189-195.