You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Liebe Freunde!
Ich beantworte die letzten Rundbriefe (Bl. 14.8., L. 12.8.) sogleich heute anstatt erst am 1. Sept., damit die Reisedispositionen ohne Verzögerung getroffen werden können.
Vom Verlag, der jetzt im Sommer mit etwas gemäßigtem Tempo arbeitet, ist zu berichten, daß wir im Herbst genötigt sein werden, ein eigenes größeres Lokal mit entsprechendem Personal einzurichten, wie es übrigens auch der rapiden Ausgestaltung des Verlages entspricht.2 Dabei taucht die eventuelle Frage einer Verlegung der gesamten Herstellung nach Deutschland auf, über die wir noch mündlich sprechen werden.
Nun zunächst einige Nachrichten, die mir vom Professor zugekommen sind:
Die überraschende Neuigkeit, die Jones meldete, daß Brill am 30. ds. M. in Cherbourg ankommt, um den Professor (der Ort steht noch nicht fest) und Jones zu sehen; er bleibt 14 Tage.-
hat Jelliffe den Prof. in Gastein besucht3 und zwar am Tage vor Prof. Abreise. Er tat sehr offenherzig, suchte sich anzubiedern, wurde aber am nächsten Tage vom Prof. in Gesellschaft Stekels gesehen. Der Professor hält ihn für einen gefährlichen, skrupellosen Amerikaner. Von Interesse ist vielleicht, daß er über dieselben Bemühungen und Erfolge bei organischen Krankheiten wie Groddeck berichtet4 (NB. In der Therapie der
Maschinenschriftlicher Brief.
Der Verlag hatte seinen Sitz ab 1919 in der Grünangergasse. Ein neues ständiges Lokal wurde dann aber doch erst 1924 gefunden, und zwar in der Andreasgasse. Zwischenzeitlich war der Verlag provisorisch am Fleischmarkt 1 untergebracht. Von 1928 bis 1936 befand er sich im Gebäude der Wiener Börse und ab 1936 in der Berggasse 7; vgl. Mühlleitner (1992), S.383, RB 21.10.1921/W.
Freud war vom 15. Juli bis 13. August mit seiner Schwägerin Minna Bernays zur Kur in Badgastein; vgl. Tögel (1989), S. 157.
Groddeck hatte bereits 1917 ein Büchlein unter dem Titel Psychische Bedingtheit und psychoanalytische Behandlung organischer Leiden veröffentlicht; vgl. Groddeck (1917).
Maschinenschriftlicher Brief.
Der Verlag hatte seinen Sitz ab 1919 in der Grünangergasse. Ein neues ständiges Lokal wurde dann aber doch erst 1924 gefunden, und zwar in der Andreasgasse. Zwischenzeitlich war der Verlag provisorisch am Fleischmarkt 1 untergebracht. Von 1928 bis 1936 befand er sich im Gebäude der Wiener Börse und ab 1936 in der Berggasse 7; vgl. Mühlleitner (1992), S.383, RB 21.10.1921/W.
Freud war vom 15. Juli bis 13. August mit seiner Schwägerin Minna Bernays zur Kur in Badgastein; vgl. Tögel (1989), S. 157.
Groddeck hatte bereits 1917 ein Büchlein unter dem Titel Psychische Bedingtheit und psychoanalytische Behandlung organischer Leiden veröffentlicht; vgl. Groddeck (1917).