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Liebe Freunde!
Leider muß dieser Brief zwei Tage verspätet abgehen, da verschiedene technische Hindernisse das bedingen.
Zunächst ist vom Verlag zu berichten, daß wir endlich doch so gut wie sicher eigene Bürolokalitäten bekommen werden, womit dann endlich einmal die Möglichkeit einer geordneten Arbeit gegeben wäre. Natürlich kostet die Sache auch Geld und wir werden auch den großen, in Eitingons Verwaltung befindlichen amerikanischen Fond ausgiebig für diese Zwecke in Anspruch nehmen müssen.
Vom Programm des Verlages für die nächste Zeit wollen wir nur folgendes kurz bemerken: die beiden letzten Nummern von Imago und Zeitschrift werden heute versandt. Die Arbeiten an beiden Heften haben bereits begonnen. Ebenso am ersten Heft des englischen Journal. Im Monat Februar erscheinen noch an Büchern: Varendonck über das vorb[ewußte] Denken; Ferenczi, Populäre Vorträge; Bernfeld, Vom Gem[einschafts]-Leben der Jugend. Ferner bereiten wir einige weitere Imagobücher vor, deren erster Band, Tolstois Kindheitserinnerungen von Ossipow bald in Druck ist. Als weitere Bände sollen folgen: Reik, der eigene und der fremde Gott; Emil Lorenz, Vorarbeiten zur Psychologie der Kultur; ein Sammelband von Sachs2 etc. Von Neuauflagen werden jetzt begonnen: Vorlesungen große Ausgabe und Taschenausgabe, Totem und Tabu, ferner Tagebuch, Seelensucher, Rank, Beiträge zur Mythologie etc. Von englischen Werken ist ein Sammelband von Jones3, ferner die Übersetzung von Jenseits und Massenpsychologie in Arbeit. Róheims Buch über Australian Totemismus ist im Manuskript eingelangt.