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Liebe Freunde,
L. und W. angekommen, B. nicht, wahrscheinlich wegen Verkehrsstörungen in Deutschland. Werde freundliches Anerbieten der Berliner den Mitgliedern mitteilen, müßte aber zuvor wissen, worauf sich die Gastfreundschaft erstreckt. (N[ota] B[ene]: ich persönlich wohne bei meinem Berliner Bruder.)
In der heutigen Sitzung kamen kasuistische Mitteilungen zur Sprache. Das Niveau des Verständnisses bei unseren Mitgliedern, überhaupt der Diskussion, ist respektabel.2
Unlängst besuchte mich Frau Dr. Dubowitz3 und bot die 40.000 Kr., die ihr aus einem Legat noch verblieben, (der H. Prof. wird sich noch erinnern, von wem es stammt), für die Zwecke der Ps. An. an. Bei Kenntnis ihrer Verhältnisse und in Anbetracht der Kleinheit der Summe, sagte ich ihr, daß wir dieses Geld nicht brauchen können, mußte ihr aber versprechen, das Anerbieten an d. H. Prof. weiterzuleiten, was ich hiermit tue. Es war jedenfalls rührend.
ad L.: Die Photographie dankend erhalten; die meinigen sollen dieser Tage versandt werden.
Zeitschrift und Imago waren wieder höchst interessant und inhaltsreich!
Herzlich grüßend
Ferenczi
PS. Ich finde bei genauerer Lektüre Sadgers Buch4 nicht dazu geeignet, in der »Library« zu erscheinen. Es ist mit allen seinen, uns wohlbekannten Fehlern behaftet.