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Liebe Freunde!
Von hier ist zu melden, daß wir von der Leipziger Studentenvereinigung eine Aufforderung erhalten haben, im Mai, Juni und Juli je einen Vortrag in Leipzig zu veranstalten. Den ersten Vortrag werde voraussichtlich ich (A.) halten. Als Thema denke ich mir: Was ist Ps. A.?
Es scheint besonders notwendig, den Studenten zunächst einmal einen klaren Begriff zu geben, da sie bisher von sehr verschiedenen Seiten in sehr fragwürdiger Weise orientiert sind. Den zweiten Vortrag wird im Juni Sachs über ein nicht medizinisches Thema halten.
London: Es scheint, daß ein Brief verloren gegangen ist, denn wir erfahren von dem freudigen Ereignis2 in Deiner Familie, lieber Jones, erst aus den Gratulationen der anderen. Wir können daher erst heute unsere Glückwünsche übersenden und hoffen, daß es Mutter und Kind gut geht.
Im letzten Brief erbaten wir einen neuen Vorrat an Papier für die Rundbriefe. Es fehlt nur an dünnem Papier für Schreibmaschine, während von dem starken Papier noch Vorrat genug vorhanden ist. Auch Kuverts reichen noch für kurze Zeit.
Auf wiederholte Mahnungen hat Sachs nochmals versprochen, Dir zu schreiben. – Der übersandte Traum geht nach Budapest weiter. Er hat mich (A.) besonders interessiert, zumal ich einen in vieler Hinsicht ähnlichen Traum vor Jahren selbst produziert habe. Übrigens begrüße ich Dich mit besonderem Vergnügen als Clan-Genossen. Auch in meinem Traum war das gleiche Tier für Vater, Sohn und Enkel verwendet.
Vor einiger Zeit war eine Engländerin, Frau D. Garley3 vorübergehend in meiner Behandlung. Sie äußerte zuerst versteckt, später offen die Absicht, in London Ps.A. zu treiben. Ich mußte ihr dies mit Rücksicht auf bestimmte persönliche Eigenschaften dringend abraten. Da sie augenblicklich
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. RB 15.3.1922/W, Anm. 4.
Dorothy Garley publizierte wenig; am bekanntesten ist ihre Arbeit über das Geburtstraume, vgl. Garley (1924).
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. RB 15.3.1922/W, Anm. 4.
Dorothy Garley publizierte wenig; am bekanntesten ist ihre Arbeit über das Geburtstraume, vgl. Garley (1924).