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Liebe Freunde!
Vor allem möchte ich Rank herzlich danken für die Mühewaltung bei der Herausgabe der »Popul. Vorträge« und dem H. Prof. für die Freundlichkeit, die gröberen Verstöße gegen den deutschen Styl korrigiert zu haben. Ich möchte Euch allen gerne je ein Exemplar schicken, aber dazu reichen die mir zukommenden Freiexemplare nicht aus.
Wie ich unlängst schrieb, scheint die wissenschaftliche Latenzzeit der Ps.An. auch hier zu Ende zu gehen. Unlängst sondierten die Veranstalter des diesjährigen ung. Psychiater-Kongresses das Terrain und wollten erfahren, ob unser Verein mittut. – Vor wenigen Tagen suchte mich ein junger Assistent der Debreciner Universität im Auftrag seines Professors (Benedek)2 auf und erkundigte sich über die Möglichkeiten der Ausbildung in der Ps.An. Er brachte auch einen Brief von Dr. Máday3 (der jetzt an derselben Universität eine Assistentenstelle innehat), in dem er zwar ausdrücklich erklärt, »kein Freudist« zu sein, sich aber überaus anerkennend über die »wertvollen Belehrungen«, die die Psychiater der Ps.An. verdanken, äußert.
Hollós zeigte mir seine, bereits in Ranks Händen befindliche Arbeit über das Zeitgefühl.4 Ich finde, daß darin gute Gedanken durch die schlechte Darstellung und die große Oberflächlichkeit der Beweisführung stark deterioriert sind. Da seine Stellung in der Anstalt infolge konfessioneller Verhältnisse schwankend geworden ist, bittet er um baldige Veröffentlichung, damit er seine wissenschaftliche Tätigkeit dokumentieren kann.