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Liebe Freunde!
Eitingon ist von der Wiener Reise zurückgekehrt und brachte uns 2 gute Nachrichten mit. Vor allem freuten wir uns zu hören, daß es Herrn Professor trotzt der Nähe des Sommers so gut geht und daß er den Eindruck vollkommener Frische machte. Sodann vernehmen wir gern, wie gut sich die neuen Räume des Verlages ausnehmen. Wir dürfen besonders Dir, lieber Rank, zu dieser neuen Errungenschaft noch einmal gratulieren. Von uns ist zu berichten, daß die Sitzungen auch während des Sommers dreimal monatlich stattfinden und stets gut besucht sind. Seit kurzem haben wir 2 neue ständige Gäste, nämlich Dr. Schultz-Hencke2, bisher an der psychiatrischen Klinik in Würzburg und Dr. Cohn3, bisher an der städtischen Irrenanstalt in Stuttgart. Beide haben sehr gute psychiatrische Vorbildung.
Vor kurzem bekam ich (A.) einen Brief von Hattingberg4 in München, der seine längst bekannten Widerstände wieder einmal äußern mußte. Er meldet zum Kongreß einen Vortrag an: »Zur Analyse der analytischen Situation«. Ich habe ihn wegen der Anmeldung, sowie wegen seiner sonstigen Wünsche an Flügel gewiesen, ihm aber auch schon ausführlich meine
Maschinenschriftlicher Brief.
Harald Schultz-Hencke (1892-1953), Psychiater, seit 1925 Mitglied der DPG in Berlin, wo er auch Dozent – und mit Fenichel – Organisator des »Berliner Kinderseminars« war. Nach der Machtergreifung der Nazis wurde seine Einstellung zur Psychoanalyse zunehmend kritisch, und schließlich entwickelte er im Rahmen des »Deutschen Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie« unter Leitung von Matthias Heinrich Göring eine eigene Psychotherapielehre; vgl. Thomä (1963), Brecht (1985), Lockot (1985).
Walter Cohn (1891-1927), Arzt, arbeitete drei Jahre am Bürgerhospital in Stuttgart als Assistent und siedelte 1922 nach Berlin über, wo er sich als Psychoanalytiker ausbilden ließ. »Seine Eignung und seine Hingabe an die Arbeit führten zu seiner Bestellung als selbständiger Assistenzarzt der Poliklinik. « Vgl. PB, IZP, 14
Maschinenschriftlicher Brief.
Harald Schultz-Hencke (1892-1953), Psychiater, seit 1925 Mitglied der DPG in Berlin, wo er auch Dozent – und mit Fenichel – Organisator des »Berliner Kinderseminars« war. Nach der Machtergreifung der Nazis wurde seine Einstellung zur Psychoanalyse zunehmend kritisch, und schließlich entwickelte er im Rahmen des »Deutschen Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie« unter Leitung von Matthias Heinrich Göring eine eigene Psychotherapielehre; vgl. Thomä (1963), Brecht (1985), Lockot (1985).
Walter Cohn (1891-1927), Arzt, arbeitete drei Jahre am Bürgerhospital in Stuttgart als Assistent und siedelte 1922 nach Berlin über, wo er sich als Psychoanalytiker ausbilden ließ. »Seine Eignung und seine Hingabe an die Arbeit führten zu seiner Bestellung als selbständiger Assistenzarzt der Poliklinik. « Vgl. PB, IZP, 14