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Liebe Freunde,
Die verspätete Absendung des vorigen Briefes bringt es mit sich, daß dieser Brief ihm sehr nahe nachfolgt, und daher ist von uns noch nicht wieder viel zu melden.
Mit großer Befriedigung vernehmen wir, wie sich die Zeichen des psychoanalytischen Interesses jetzt von den verschiedenen Seiten häufen: Schweden, Rußland, Brasilien usw. Wir können dazu auch einen interessanten Beitrag liefern. Kürzlich kam aus Rußland ein Brief an unser Institut vom Kommissariat der Sowjet-Regierung für Volksaufklärung. Darin wird mitgeteilt, man habe dort eine Zeit lang eine Versuchsstation für psa Kindererziehung2 gehabt, die aber eingegangen sei (wie so viele andere Neuerungen). Man interessiere sich aber für pädagogische Schriften auf psa. Grundlage und bat um Literatur-Angaben.
Zur Circulation anbei ein Ausschnitt aus einer amerikanischen kaufmännischen Zeitschrift.3 Sie zeigt, wie das Wort Psa. dort mißbraucht wird. Ganz ähnlich ist das neulich erhaltene Buch von Pierce. Solche Schriften sind keineswegs populäre Darstellungen der Psa., sondern nur ein neuer Aufguß der verbreiteten Schriften über Hypnose, aus denen man lernen sollte, wie man mit Hilfe der Hypnose Macht über andere gewinnen könne. In dem beiliegenden Prospekt ist am köstlichsten die Bemerkung über die Psa: »As easy to master as it is marvelous!«
Wir freuen uns der zahlreichen Anmeldungen zum Kongreß und hoffen, alle Teilnehmer gut unterbringen zu können.
Die wissenschaftl. Beigaben zu den Briefen sind eine Verbesserung, die wir unbedingt weiter pflegen sollten. Ein Beitrag von Jones geht nach Bp. weiter. Ein Beitrag von mir circuliert L-Bp-W.
Hinsichtlich der ausländischen Patienten ist durchaus richtig, daß sich eine Unterbietung nicht ganz vermeiden läßt. Der im letzten Brief mitgeteilte Fall soll auch nur ein extremes Beispiel sein. Der Patient fragte an, ob