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Liebe Freunde!
Die Anwesenheit Abrahams, der heute auf der Durchreise hier war, veranlaßte uns, das Resultat unserer Besprechung, die hauptsächlich dem Kongreß galt, in Form eines Rundbriefes mitzuteilen, der vermutlich den in Aussicht genommenen Rundbrief vom 1. September – wenigstens von unserer Seite – überflüssig machen dürfte.
Wir, d. h. Abraham, Ferenczi und ich (Rank) haben zunächst auf Grund eines bereits vorliegenden Entwurfs von Eitingon eine Vortragsordnung für den Kongreß ausgearbeitet, so gut dies ohne die kurzen Autoreferate, die eine Ahnung vom Inhalt der Themen geben sollten, möglich war. Vielleicht wird sich auf Grund einer solchen Inhaltskenntnis (sowie durch eventuelle Absagen) das Programm noch etwas verschieben. Doch sind wir drei im ganzen darüber einig geworden, daß unser Vorschlag verschiedenen Anforderungen und Rücksichten (sachlicher, nationaler und persönlicher Natur) gerecht wird, so daß wir hoffen, er werde auch die Zustimmung von Dir l. Ernest und Dir l. Eitingon finden (übrigens: wir haben heute hier beschlossen, dem vertraulichen Du auch allgemein unter uns den Ruf beim Vornamen hinzuzufügen, was ohnehin einige unter uns schon tun).
Bei dieser Gelegenheit des Kongreßprogramms können wir nicht umhin, die scheinbar mangelhafte Organisation in London zu kritisieren2 (es scheint, daß diese Rolle schließlich doch immer auf mich fallen muß). Eitingon beklagt sich mit Recht bei mir, daß er aus London die dorthin ergangenen Vortragsanmeldungen nicht ordentlich weiter erhalten hat und, daß er auch die nach London vermutlich gelangten Inhaltsangaben nicht zu Gesicht bekommt, auf Grund deren er das Programm zusammenstellen sollte. Er ist so, durch eine zeitraubende und in der Ferienzeit ziemlich unfruchtbare Korrespondenz mit den Ortsgruppen verurteilt, während er doch eigentlich das fertige Kongreßprogramm von London aus erhalten
sollte. (Das soll natürlich nicht heißen, daß wir unser