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Liebe Freunde,
die Kongreßtage waren reich an Eindrücken überwiegend angenehmer Art, nur etwas zu turbulös, so daß wir als engerer Kreis zu wenig von einander sahen und hörten. Man konnte so recht erkennen, welche Vorzüge ein Zusammentreffen wie das vorjährige hat.2 Und so möchten wir schon jetzt der Hoffnung Ausdruck geben, daß das nächste Jahr uns wieder einige schöne Tage des Beisammenseins bringen möge.
Ich (A) erhielt heute einen Abzug unseres Gruppenbildes; es ist gut gelungen. Meine Tochter3 hat ihm soeben den Namen: »Das Fähnlein der sieben Aufrechten«4 gegeben. Ich nehme an, daß Schmideberg allen ihr Exemplar zusenden wird.
Nach dem Kongreß sahen wir allerhand ausländische Pressestimmen, die sich über die Ausschließung ihrer Berichterstatter beklagten.
Die Nachfrage nach therapeutischen und didaktischen Analysen ist lebhaft. Unser hiesiger Kreis ist für die Dauer des Winters um zwei Köpfe vermehrt, nämlich um Ophuijsen & Radó. Ersterer ist mit 4-5 Analysen versehen, letzterer hat 2 in Angriff genommen.
Als Nachzügler traf Delgado ein5, der einige Zeit hier bleibt. Er ist ein junger Mann, der durchaus günstig wirkt und durchaus ernst zu nehmen ist. Er wird übrigens auch Wien besuchen.
Róheim hat seine Vorträge begonnen. Wir hatten ihm die Aufenthaltskosten in Berlin garantiert und haben durch Erhebung eines hohen Eintrittsgeldes
Maschinenschriftlicher Brief.
Hier ist die »Harzreise« gemeint, die im wesentlichen Abraham vorbereitet hatte; vgl. Bd. 2, S. 239f.
Hilda Abraham (1907-1971), wurde in Zürich geboren und studierte Medizin in Berlin. Nach ihrer Emigration nach London wurde sie Mitglied der British Psychoanalytical Society und auch bald Lehranalytikerin. Ihre bekannteste Arbeit, die Biographie ihres Vaters, blieb unvollendet, vgl. Abraham (1976).
Maschinenschriftlicher Brief.
Hier ist die »Harzreise« gemeint, die im wesentlichen Abraham vorbereitet hatte; vgl. Bd. 2, S. 239f.
Hilda Abraham (1907-1971), wurde in Zürich geboren und studierte Medizin in Berlin. Nach ihrer Emigration nach London wurde sie Mitglied der British Psychoanalytical Society und auch bald Lehranalytikerin. Ihre bekannteste Arbeit, die Biographie ihres Vaters, blieb unvollendet, vgl. Abraham (1976).