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Liebe Freunde,
Dieser Brief geht etwas früher als vorgesehen ab, weil das Rundschreiben Otto's an die Sekretäre dazu nötigt.
Mir scheint, so sollten wir nicht verfahren! Im Rundbrief vom 1.11. stellst Du, l. Otto, dieses Circular an die Sekretäre in Aussicht und versendest es am 6ten, d h. nachdem sicherlich der Londoner & Berliner Brief vom 1ten bereits dort sein mußten. Alle Vorschläge von Ernest & mir sind damit erledigt, und wir müssen uns nun nach den Direktiven richten, die jetzt nach allen Seiten versandt sind. Ich persönlich bin dazu auch bereit, aber nur, damit keine Verwirrung hervorgerufen wird. Aber sagen muß ich doch, daß mir die Termine ungeeignet scheinen, auch derjenige für das Mitgliederverzeichnis. Besonders aber finde ich, daß ich selbst in Zukunft eine völlig nutzlose Arbeit tun werde. Denn das Corresp.-Blatt wird tatsächlich von Otto oder Mrs. Rivière zusammengestellt und mit meinem »offiziellen« Bericht »verglichen«. D.h. also die Übersetzungsarbeit und alles andre geschieht an drei (!) Stellen. Zwei von diesen (die beiden Redaktionen in London und Wien) arbeiten jede selbständig, und der offizielle Bericht des Zentralsekretärs wird nur zum Vergleichen benutzt. Das Corr.-Bl. wird aber in seinem Namen veröffentlicht. Das ist doch geradezu widersinnig.
Deine Feststellung, l. Otto, daß das Circular »hinter dem Rücken« des Zentr.-Sekr. versandt sei, enthält eine Beschönigung, die ich nicht unerwähnt lassen will. Präsident und Zentralsekr. geben im Com.-Brief ihr Votum ab, über ihren Kopf hinweg wird aber ein Beschluß gefaßt und versandt. Wie schon gesagt, nehme ich das fait accompli an. Weit bedenklicher als die Verletzung dieser Rechte scheint mir, daß unser Briefwechsel auf diese Weise einen Teil seines Wertes verliert. Man wird es müde, Vorschläge zu machen, wenn man ihr Schicksal kennt! Ich persönlich
Maschinenschriftlicher Brief.
bedaure, daß beide letzten Briefe nicht durch Ihre Hände, l. Herr Professor, gegangen waren.2
Es bedarf in unsrem Kr