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Liebe Freunde,
nun, da ich aus Abrahams und Jones' Briefen ersehe, daß der gute Wille zur Beilegung des Zwischenfalls allseits vorhanden ist, habe ich nur kleine nachträgliche Bemerkungen zu machen. Den Unterschied zwischen Direktor und Gesellschafter des Verlages fasse ich als nicht formell, sondern wesentlich auf; ich als Gesellschafter käme in die größte Verlegenheit, sollte ich von hier aus urgente Direktions-Agenden versehen und bin froh, sie in guten Händen zu wissen. Ich bin auch überzeugt, daß uns Rank, wenn es nur die Zeit erlaubt, oder wenn es die Wichtigkeit der Sache fordert, das Komité nicht vernachlässigt und sie auch befragt.
Die Moskauer Nachrichten über die Unverläßlichkeit der dortigen psychoanalytischen Gruppe zwingen mich, gegen die derzeitige Zulassung der Russen zur Vereinigung zu stimmen. Man müßte deutliche Zeichen ihrer Besserung abwarten.
Ein Beitrag zu der von Abraham vorgeschlagenen Sammlung von Curiosa: Dr. Ranschburg2, a. o. Prof. der med. Psychologie in Bp., wollte Frau Dr. Radó bestimmen, in der unter seiner Leitung stehenden Anstalt für zurückgebliebene Kinder Psychoanalyse zu machen und, mit der einzigen Bedingung, die Sexualität und die Erinnerungen vor dem 10. Lebensjahr nicht zu benutzen.
Hier nichts Neues
Ferenczi