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Liebe Freunde,
Mein zweitägiger Aufenthalt in Wien und die Gespräche, die ich mit H. Prof. und Rank führte, bestärkten mich in der Überzeugung, der ich auch vordem Ausdruck verlieh, daß die Art und Weise, in der der Verlag die Agenden versah, nicht nur den Interessen der Sache entsprach, sondern bei den herrschenden Schwierigkeiten als eine imponierende Leistung angesehen werden muß.2 Die Rechnungsablegung über die »Press« zeigt uns aber auch, daß uns dieser Zweig des Verlages bisher nur eine finanzielle Last bedeutete. Nichtsdestoweniger glaube ich, daß Du, lieber Ernest, alles daran setzen mußt, um die engl. Mitglieder dazu zu bewegen, der endgültigen und vollständigen Unterordnung der »Press« unter den »Verlag« keine Hindernisse in den Weg zu legen. Erstens, weil es das wissenschaftliche Interesse gebieterisch fordert, daß die Leitung der anglo-amerikanischen Produktion unsren Händen nicht entgleitet, zweitens, weil bei entsprechender Neuregelung der Angelegenheiten die »Press« sicherlich das wird, was sie uns von Anfang an zu sein versprach: die materielle Stütze, deren die Literatur der Länder mit entwerteter Valuta so sehr bedarf.
Ich freute mich H. Prof. in guter Gesundheit und – wie immer – unermüdlich wiedergesehen zu haben; ihm persönlich hätte ich die Bitte vorzubringen, den Bürstenabzug seines Buches vom »Ich und Es«3 mir, wenn er vorliegt, einsenden zu wollen.
Ad London: Dr. Eder4 geht, wahrscheinlich nur auf 14 Tage, nach London. Ein Gespräch mit ihm wird Dich überzeugen, daß er mit dem alten Eifer bei unserer Sache steht; das Interesse für die Jung'sche Richtung war kein sehr tiefes und verschwand von selbst fast gleich beim Beginne der eigenen Analyse, die auf ihn einen überwältigenden Eindruck zu
machen scheint. Ich halte ihn für einen außerordent