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Liebe Freunde,
In erster Linie müssen wir heute Dir, l. Sándor, für die prompte Erledigung unseres Wunsches danken, ich persönlich außerdem für Deinen Brief über die Krankheit der bedauernswerten Frau Radó-Révész. 2 (Bitte teile uns doch bald mit, welche Auslagen Du hattest und auf welchem Wege sich das Geld am besten übermitteln läßt!) Wir haben des sehr beklagenswerten Falles in unserer letzten Sitzung auch offiziell gedacht. R. 3 kehrt in Kurzem hierher zurück. Er hat sich während seines Hierseins allgemeine Sympathien erworben, hat zu unseren Diskussionen Gutes beigetragen. Mit dem Verlauf seiner PsA war ich sehr zufrieden.
Wir hatten kürzlich unsre Jahresversammlung. Ein Teil der Traktanden mußte auf einen zweiten Abend verschoben werden, da einige Mitglieder allerhand formalistische Schwierigkeiten machten. Der bisher[rige] Vorstand wurde wiedergewählt, dazu als zweiter Schriftführer Boehm.4 Von letzterem wurde ein Antrag eingebracht, monatlich von jedem Mitglied 4% seines Einkommens zu erheben, um die Poliklinik zu fördern und auszubauen. Der Antrag ist jedenfalls gut gemeint, aber sehr gründlicher Beratung bedürftig, die in einer Kommission geschehen wird.
In der nächsten Sitzung spricht einer unserer ständigen Gäste, cand. med. Rohr5, über die Symbolik der chinesischen Schrift und Sprache. Als Gast erwarten wir Prof. Song Nien Chang6, der an der Universität Peking Philosophie
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. RB 3.1.1923/W, Anm. 10.
Vgl. Bd. 1, S. 25, Anm. 51.
Vgl. Bd. 1, S. 57, Anm. 11. Am 30.1.1923 fand die Generalversammlung statt, bei der Abraham als Vorsitzender und Eitingon als Schriftführer, sowie Felix Boehm als Kassenwart bestätigt, bzw. gewählt wurden.
Wilhelm Rohr, cand. med. aus Berlin, war außerordentliches Mitglied der BPV, d.h. Ausbildungskandidat, vgl. IPZ 8, S. 243, und ließ sich 1923 als politischer Emigrant in Moskau nieder, wo er kurz vor der Schließung des Moskauer Psychoanalytischen Instituts 1925 noch Mitglied wurde und Vorlesungen zur »Psy
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. RB 3.1.1923/W, Anm. 10.
Vgl. Bd. 1, S. 25, Anm. 51.
Vgl. Bd. 1, S. 57, Anm. 11. Am 30.1.1923 fand die Generalversammlung statt, bei der Abraham als Vorsitzender und Eitingon als Schriftführer, sowie Felix Boehm als Kassenwart bestätigt, bzw. gewählt wurden.
Wilhelm Rohr, cand. med. aus Berlin, war außerordentliches Mitglied der BPV, d.h. Ausbildungskandidat, vgl. IPZ 8, S. 243, und ließ sich 1923 als politischer Emigrant in Moskau nieder, wo er kurz vor der Schließung des Moskauer Psychoanalytischen Instituts 1925 noch Mitglied wurde und Vorlesungen zur »Psy