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Liebe Freunde,
Auch unser Brief geht verspätet ab. Infolge Überlastung mit anderen Aufgaben ist es mir (A) in letzter Zeit an den Wochentagen nicht möglich gewesen, die Rundbriefe zu schreiben. Wir dürfen uns wohl gegenseitig in dieser Beziehung kleine Abweichungen concedieren, wenn das Prinzip gewahrt bleibt, daß die Briefe Anfang und Mitte des Monats versandt werden.
Von hier ist zu melden, daß die im letzten Brief geschilderte Steuer angenommen worden ist. In der gleichen Sitzung wurde Frau Klein2 zum ordentlichen Mitglied gewählt, Frl. Schott3 zum außerordentlichen.
Ich (A) hatte am 3. März in Hamburg einen Vortrag zu halten, der ganz im akademischen Rahmen stattfand.4 Die meisten Mitglieder der philosoph[ischen] Fakultät waren anwesend. Der Einberufer wußte eine unfruchtbare Diskussion in geschickter Weise zu verhindern. Die Beilage braucht nicht zurückgesandt zu werden. Das Interesse der Universitätskreise in H. überraschte mich, zumal der Psychologe Stern5 und der
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. Bd. 1, S. 65, Anm. 4.
Ada Schott , Kindergärtnerinnenausbildung in Berlin und Analysandin Ferenczis, der sie zur kinderanalytischen Ausbildung bei Hermine Hug-Hellmuth in Wien ermunterte. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin arbeitete sie – etwa ab 1922 – als Kinderanalytikerin und wurde eine Vertraute von Melanie Klein, vgl. Grosskurth , S. 177. 1925 heiratete sie Carl Müller-Braunschweig und war selbst nur noch als Erwachsenenanalytikerin und Kontrollanalytikerin tätig. Nach 1945 wurde sie Mitglied der DPV und übernahm wieder kinderanalytische Lehrveranstaltungen, vgl. Oberborbeck (1994), S. 96f.
Abraham hielt seinen Vortrag »Die Wiederkehr primitiver religiöser Vorstellungen im Phantasieleben des Kindes« auf Einladung des Orientalischen Seminars der Universität, vgl. IZP, 9, S. 242.
William Stern , Professor der Psychologie in Breslau und später in Hamburg. Er hatte die Traumdeutung besprochen und Freud kannte ihn von der Reise nach Amerika, vgl. Stern (1901), Freud (2002),
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. Bd. 1, S. 65, Anm. 4.
Ada Schott , Kindergärtnerinnenausbildung in Berlin und Analysandin Ferenczis, der sie zur kinderanalytischen Ausbildung bei Hermine Hug-Hellmuth in Wien ermunterte. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin arbeitete sie – etwa ab 1922 – als Kinderanalytikerin und wurde eine Vertraute von Melanie Klein, vgl. Grosskurth , S. 177. 1925 heiratete sie Carl Müller-Braunschweig und war selbst nur noch als Erwachsenenanalytikerin und Kontrollanalytikerin tätig. Nach 1945 wurde sie Mitglied der DPV und übernahm wieder kinderanalytische Lehrveranstaltungen, vgl. Oberborbeck (1994), S. 96f.
Abraham hielt seinen Vortrag »Die Wiederkehr primitiver religiöser Vorstellungen im Phantasieleben des Kindes« auf Einladung des Orientalischen Seminars der Universität, vgl. IZP, 9, S. 242.
William Stern , Professor der Psychologie in Breslau und später in Hamburg. Er hatte die Traumdeutung besprochen und Freud kannte ihn von der Reise nach Amerika, vgl. Stern (1901), Freud (2002),