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Liebe Freunde,
Der nahen Ferienzeit wegen ist nicht viel zu berichten. Wir möchten diesen Brief damit beginnen, Ihnen, lieber Herr Professor, auch an dieser Stelle noch einmal auszusprechen, wie sehr wir das Traurige, das Sie und die Ihrigen betroffen hat, mit Ihnen fühlen.2 Inzwischen haben Sie wohl schon den Weg in die Sommerfrische angetreten. – Die Berichte über Deine Besserung, l. Ernest, haben uns sehr erfreut. Sándor und ich werden uns nun bald von Deinem Ergehen selbst überzeugen können.
Noch eine dritte persönliche Angelegenheit gehört an die Spitze dieses Briefes, nämlich unser Glückwunsch zu Deinem 50. Geburtstag, l. Sándor!
Unsere Vereinigung hat ihre letzte Sommer-Sitzung bereits gehalten. In einer geschäftlichen Sitzung haben wir ein Regulativ für den psa Unterricht festgesetzt, mit erheblichen Änderungen des ursprünglichen Entwurfs. Im Anschluß daran wurden auch die Aufnahme-Bedingungen neu redigiert – wie es uns scheint in einer sehr befriedigenden Weise. Sobald alles gedruckt ist, werden wir dem Komitee je ein Exemplar senden.
Während der Ferien bleibt Eitingon hier. Sachs geht nach Tirol. Ich mit Familie am 4. August nach Wolkenstein (Adresse: Hotel Wolkenstein, Post S. Christina, Grödnertal, Italien). Vorher gehe ich mit meiner Frau zum Kongreß nach England.
Eitingon ist unsicher, ob er an unserer Zusammenkunft wird teilnehmen können, da er möglicherweise um die Zeit auf der Reise nach Amerika sein wird.
Für die Vor-Zusammenkunft schlagen wir den 26. oder 27. August vor und bitten noch um Äußerung in dieser Hinsicht. Als Ort hat Wolkenstein
Maschinenschriftlicher Brief.
Am 19. Juni war Freuds 4jähriger Enkel Heinz Halberstadt (Heinele) gestorben. Freud schrieb an das Budapester Ehepaar Kata und Lájos Levy: »... Heinele ist uns jetzt ... neuerdings erkrankt ... lange Zeit keine Diagnose, und endlich mit wachsender Sicherheit die Erkenntnis, daß es Miliartuberkulose ist, das Kind also verloren ... Diesen Verlust vertrage ich so schlecht, ich glaube, ich ha
Maschinenschriftlicher Brief.
Am 19. Juni war Freuds 4jähriger Enkel Heinz Halberstadt (Heinele) gestorben. Freud schrieb an das Budapester Ehepaar Kata und Lájos Levy: »... Heinele ist uns jetzt ... neuerdings erkrankt ... lange Zeit keine Diagnose, und endlich mit wachsender Sicherheit die Erkenntnis, daß es Miliartuberkulose ist, das Kind also verloren ... Diesen Verlust vertrage ich so schlecht, ich glaube, ich ha