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Liebe Freunde,
was uns alle in diesem Augenblick bewegt, ist die Teilnahme an Ihrem Gesundheitszustand, lieber Herr Professor. Mehr davon zu sagen ist nicht notwendig, denn Sie wissen gut genug, wie wir zu Ihnen stehen. Aber was wir heute sonst zu schreiben haben, tritt an Bedeutung hinter diesem einen Gedanken zurück. Wenn die Kraft unsrer vereinten guten Wünsche sich zusammentut mit Ihrer bisher so unverwüstlichen Gesundheit, dann müssen wir bald Nachrichten aus Wien bekommen, die uns die volle Zuversicht in Ihre Wiederherstellung2 geben werden.
Unsre guten Wünsche senden wir zu gleicher Zeit auch Dir, l. Ernest. Wir hoffen, daß wir bald von Deiner völligen Wiederherstellung hören werden! Von hier ist nicht viel zu berichten, aber das Wenige ist gut. Wir eröffneten die Tätigkeit der Vereinigung mit einem Vortrag von Dr. Loofs3, der seit längerer Zeit unser Gast ist, über einen analysierten Fall von Schizophrenie. Trotz mancher Mängel, die in der Diskussion besprochen wurden, eine tüchtige Leistung. Innerhalb der Vereinigung will sich eine kleine Gruppe4 zur Besprechung pädagogischer Fragen bilden. Mit Anmeldungen von Vorträgen sind wir reichlich versehen. Darunter ein Referat von Sachs & Radó über »Ich und Es«.
Kürzlich war hier der Leiter einer Erziehungsanstalt in Frankfurt, der analytisch interessiert ist und sich auf unsre Veranlassung mit Landauer
Maschinenschriftlicher Brief.
Aufgrund dieser Art von Wünschen nannte Freud Abraham einen »unverbesserlichen Optimisten«; Freud (1965a), S. 318, vgl. dazu auch Schurs Kommentar, Schur (1982), S. 415.
Friedrich Loofs , Arzt, referierte am 25. 9. und 2. 10. vor der Berliner Vereinigung »Über einen Fall von Schizophrenie«, vgl. IZP, 10, S. 106. Zu seinem Tode schrieb Eitingon einen Nachruf, vgl. IZP, 16, S. 537f.
Dies ist die erste Andeutung eines Gruppenbildungsprozesses in Zusammenhang mit der nichtärztlichen Psychoanalyse in Berlin, der wesentlich durch die Aktivitäten Melanie Kleins in Gang kam. 1922 war sie noch außeror
Maschinenschriftlicher Brief.
Aufgrund dieser Art von Wünschen nannte Freud Abraham einen »unverbesserlichen Optimisten«; Freud (1965a), S. 318, vgl. dazu auch Schurs Kommentar, Schur (1982), S. 415.
Friedrich Loofs , Arzt, referierte am 25. 9. und 2. 10. vor der Berliner Vereinigung »Über einen Fall von Schizophrenie«, vgl. IZP, 10, S. 106. Zu seinem Tode schrieb Eitingon einen Nachruf, vgl. IZP, 16, S. 537f.
Dies ist die erste Andeutung eines Gruppenbildungsprozesses in Zusammenhang mit der nichtärztlichen Psychoanalyse in Berlin, der wesentlich durch die Aktivitäten Melanie Kleins in Gang kam. 1922 war sie noch außeror