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Liebe Freunde,
Ich benütze diese Gelegenheit H. Prof. neuerlich meine besten Gesundheitswünsche zu übermitteln.
Die ung. Vereinigung begann ihre Funktion mit einem Vortrage Róheims über die »Wasserträger im Monde«, eine Mondsage, die er auf ubw Onaniephantasien zurückführen will. Ich mußte ihm aber widersprechen, als er u. a. die Qualen der Danaiden, des Tantalus etc., einseitig auf unbeendigte Onanie zurückführte.2
Ich kann es leider nicht unterlassen, einige mir sehr peinliche Bemerkungen zu Ernests neuer Arbeit über Autosuggestion3 zu machen. Von Schilder nahm es mich nicht Wunder, daß er meine Arbeit über die Libidotheorie der Hypnose u. Suggestion nicht entsprechend würdigte, aber wenn mir das von Freund Ernest, dazu noch in viel krasserer Weise wiederfährt, muß es mich schmerzlich berühren. Er unterläßt es nämlich überhaupt, mich zu zitieren und beruft sich nur auf seine eigene Deskription, die bekanntlich nach meiner und in Anlehnung an meine Arbeit4 geschrieben war. Auf S. 198 schreibt er die Sätze: I wrote: »We can ... (usw. bis:) subjects mind«, obzwar die dort zitierten Sätze fast wörtlich aus meiner früheren Arbeit übernommen sind, wenn sie später auch von Jones gebraucht wurden. Er nennt vier Autoren, die sich über das Verhältnis der Auto- zur Heterosuggestion äußerten gerade nur mich nicht, den einzigen Psychoanalytiker, der dies ausführlich tat. Mehr als Unachtsamkeit könnte ich es nennen, daß er meine Äußerungen über die Rolle der Hemmung bei jeder Willensaktion und speziell bei der Hypnose unerwähnt läßt (s. »Denken und Muskelinnervation«, »Analyse von Gleichnissen«, »das Ich als Hemmungsorgan«).
Ich werde auf meine Priorität um so deutlicher hinweisen müssen, als schon jetzt McCurdy in seinem neuen Buche5 von Jones als Verfasser der