You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Liebe Freunde,
meine Karte als Ersatz eines Rundbriefes ist wohl an allen drei Orten eingetroffen. Ich würde heute nicht schreiben, wenn nicht der gestern eingetroffene Brief von Sándor als ein direkter Alarm auf mich gewirkt hätte. Der gegen Ernest gerichtete Passus enthält einen Satz, dessen Bedeutung nicht ganz klar ist. Er kann aber so verstanden werden, als ob Du, l. Sándor etwas gegen E. unternehmen willst. (»Ich werde auf meine Priorität ... hinweisen müssen« auf S. 2 des Briefes). Der Schlußsatz (es werde gegenüber Ernest keines Drängens bedürfen) hebt diesen Eindruck z. T. wieder auf. Ich kann nun nicht umhin, die Rolle des Unparteiischen, die ich zwischen Otto und Ernest spielte, auch in diesem Falle wieder zu übernehmen, und das soll ungesäumt geschehen. Setzen wir uns also noch einmal unter den großen Weidenbaum in S. Cristoforo!
Soweit ich sehe, l. Ernest, ist auch Sándor in der Sache dir gegenüber vollkommen im Recht. Tatsächlich fehlt das von Sándor vermißte Zitat in Deiner Arbeit, und mein Einspruch, bzw. der Wunsch nach einer vollkommenen Richtigstellung wird wohl uns allen vollauf begründet erscheinen. Meinem Eindruck nach – einer Berichtigung wäre ich natürlich gern zugänglich! – liegt das so auf der Hand, daß es keines Wortes weiter bedarf. Nur aus diesem Grunde fällt dieser erste Abschnitt dieses Briefes kürzer aus als der zweite.
In der Art des Vorgehens kann ich nämlich Dir, l. Sándor, nicht zustimmen. Aus Deinem Brief geht nicht hervor, daß Du Dich zunächst an Ernest direkt gewendet hättest. Ein sofortiger Appell an das Com. aber scheint mir, wie ein für alle Male feststehen sollte, nicht richtig! Du hättest Dich lieber zuerst an E. um Genugtuung wenden sollen. Eine Richtigstellung in der nächsten Nummer des J. of Med. Ps. wäre um so leichter zu verabreden gewesen, als ja E. Mit-Redakteur der Zeitschrift ist. Alsdann hättet Ihr dem Komitee von der bereits erledigten Angelegenheit berichten können, und uns anderen wäre ein neuer unerfreulicher Ei