You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Liebe Freunde,
wir beginnen mit dem Ausdruck unserer Genugtuung über die letzten günstigen Nachrichten aus Wien und hoffen, daß Sie, l Herr Professor, bald auch die mit der Nachoperation verbundenen Beschwerden werden überwunden haben!
Zu der Differenz zwischen Sándor und Ernest haben wir uns ja bereits geäußert. Deinen Argumenten, l. Ernest, stimmen wir zwar nicht in Allem zu, sie scheinen uns aber doch zu beweisen, daß von einer beabsichtigten Beeinträchtigung eines anderen Com.-Mitgliedes keine Rede sein kann. Wenn auch Du, l. Sándor, Dich inzwischen auf unsern Standpunkt gestellt haben sollest (der durch Ernest's Referat über Levy-Suhl2 doch bestätigt wird) so hoffen wir die Angelegenheit bald erledigt zu sehen.
Unsere Unterrichtskurse verlaufen sehr befriedigend. Hanns hat im Technik-Kurs, der besonderen Beifall findet, reichlich 40 Hörer, Radó (Traumdeutung) fast ebenso viele, ich (A) im Einführungskurs ca. 80. In der letzten Vereinssitzung sprach Frau Dr. Benedek (Leipzig) über die »Entwicklung der Gesellschafts-Organisation«. Wir haben sie als Mitglied aufgenommen.
Heute kam endlich eine sehr freundliche Antwort von Ermakow nebst den Statuten der Moskauer Vereinigung. Beides sende ich in den nächsten Tagen nach London, muß nur vorher an Ermakow ein Antwortschreiben richten.
Sobald ich Zeit finde, werde ich eine vorläufige Mitteilung3 wegen des Kongresses verfassen und Dir, l. Ernest, zusenden, damit alle Gruppen auf Neujahr informiert sind. Ermakow schreibt, daß er einen Bericht über die Vereinigung nach Wien senden werde, obwohl ich ihn anders informiert hatte. Du, l. Otto, stellst ihn mir dann wohl zu!
Mit besten Grüßen
Abraham Sachs Eitingon