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Liebe Freunde,
Dieser Brief soll der Ausdruck der Freude einleiten, daß Sie, l. Herr Professor, in der Lage waren, Ihre Tätigkeit in solch weitem Umfang wieder aufzunehmen. Wir hoffen sie also beim Kongreß ebenso frisch wie in Lavarone zu sehen.2
Das mag gleich zu einem Hauptzweck dieses Briefes überleiten. Wir (Sachs und A., denn Eitingon ist auf Reisen) schlagen vor, daß wir vor dem Kongreß eine Comite-Zusammenkunft halten und bitten Herrn Prof. zu entscheiden, ob die Sitzung in Salzburg oder in Wien stattfinden soll. Sachs wird ohnehin vor dem Kongr. in W[ien] sein. Mir wäre ein Besuch in Wien, zu dem mich ev. meine Frau begleiten würde, durchaus sympathisch; Sándor muß nach Salzburg über Wien reisen, und Ernest wird vermutlich auch einverstanden sein. Also könnten Sie, l. Herr Prof., so entscheiden, wie es Ihnen am besten ist. Dabei muß in Betracht gezogen werden, daß am Abend vor dem Kongreß in S[alzburg] noch eine kurze Sitzung der Gruppen-Vorstände stattfinden muß. In Wien müßte also die Zusammenkunft am Samstag, wenn nicht schon Freitag stattfinden.
Heute schrieb ich an Bernfeld3 als Sekretär der Wiener Gruppe und schlug ihm vor, daß Wien die lokalen Vorbereitungen in S[alzburg] übernimmt.
Herzl. Dank, l. Sándor, für Dein Buch. Es wird am 5. Februar in unserer Vereinigung von Dr. Bálint4 referiert und im Anschluß diskutiert werden. Die folgende Sitzung ist Deinem Buch, l. Otto, gewidmet. Kürzlich sprach Landauer (Frankfurt) als Gast bei uns.
Unsre Quartalskurse sind sehr gut besucht. Die hiesige »Lessing-Hochschule« (populärwissenschaftlich) veranstaltet eine Vortragsreihe über Führer der modernen Wissenschaft. Den Vortrag über »Freud«