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Liebe Freunde,
Von hier ist wenig zu berichten. Die gestrige Vereinssitzung beschäftigte sich mit der Besprechung der »Entwicklungsziele«. Die Budapester kannten schon früher einzelnes davon, ja einige haben bereits Erfahrungen über die von Rank und mir vertretene Technik.
Die »Genit.-Theorie« und das »Tr[auma] der Geburt« hat insbesondere Róheim aufgegriffen; er behauptet, aus der Ethnologie gewichtige Argumente zu Gunsten unserer Anschauungen schöpfen zu können.
Róheim kam durch Dr. Eders Vermittlung in lebhaften brieflichen Verkehr mit dem englischen Ethnologen Seligman2. Letzterer hat unlängst eine großangelegte Bewegung unter den Ethnologen zur Sammlung und zum Analysieren der Träume der Primitiven eingeleitet, mit besonderer Berücksichtigung der typischen Träume und des Oedipus-Komplexes. Ich denke, das kann uns wichtige Bestätigungen bringen.
Frau Vilma Kovács hat sich in der vorletzten Sitzung mit einem praktisch-technischen Vortrag3 vorgestellt und wurde außerord. Mitglied.
Vom 15. Februar an wird die Vereinigung wöchentlich einen Vortrag im Ärzte-Kasino (nur für Ärzte) halten. Ich halte den einleitenden Vortrag. Hermann spricht über »Psychoanalyse und Psychologie«, Pfeiffer über den Traum, Eisler über die Sexualtheorie, dann ich über Neurosen, Hollós über Psychosen, Róheim über die Beziehungen zwischen der Psychologie der Neurotiker und der Primitiven. Nach mehr als 10-jähriger Pause erscheinen wir so wieder vor der Öffentlichkeit (vor einem ärztlichen
Handschriftlicher Brief.
Charles Gabriel Seligman , britischer Arzt und Ethnologe, befaßte sich bei seinen Feldforschungen in Neuguinea, Sri Lanka und Sudan mit psychoanalytischen Konzepten, was für seinen Kollegen Bronislaw Malinowski , einer der Begründer der Ethnologie, später sehr wichtig wurde. Seligman lehrte von 1910 bis 1934 an der London School of Economics Anthropologie und war Präsident des Royal Anthropological Institutes.
Im KB lautet der Titel des Vortrages vom 19. Januar: »Beispiele zur aktiven Therap
Handschriftlicher Brief.
Charles Gabriel Seligman , britischer Arzt und Ethnologe, befaßte sich bei seinen Feldforschungen in Neuguinea, Sri Lanka und Sudan mit psychoanalytischen Konzepten, was für seinen Kollegen Bronislaw Malinowski , einer der Begründer der Ethnologie, später sehr wichtig wurde. Seligman lehrte von 1910 bis 1934 an der London School of Economics Anthropologie und war Präsident des Royal Anthropological Institutes.
Im KB lautet der Titel des Vortrages vom 19. Januar: »Beispiele zur aktiven Therap