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Liebe Freunde,
Ich habe mit der Niederschrift diese Briefes auf die Ankunft Eurer Briefe vom 15. Febr. gewartet, weil ich darin Antwort auf Ernests und meine Vorschläge für den Kongreß erhoffte. Tatsächlich ist bereits eine Karte von Sándor eingetroffen, außerdem der Brief von Herrn Prof. allein. Da ich nicht weiß, ob ihm noch andere Mitteilungen von Otto folgen, so soll der Brief nun nicht länger ungeschrieben bleiben. Auf Ihr Schreiben, l. Herr Prof., ist heute noch kein Eingehen möglich, da Hanns es noch nicht gesehen hat und wir beide uns über den Inhalt natürlich eingehend besprechen müssen. Heute also nur wärmsten Dank!
Den heutigen Brief muß eine traurige Mitteilung einleiten, die ich nach Wien zur Publikation in der Zeitschrift schon mitgeteilt habe. Es ist der unerwartete Tod unseres Mitgliedes Dr. Foerster in Hamburg. Die näheren Umstände erfahrt Ihr aus dem Nachruf in der Z., die nach Ottos Mitteilung schon bald versandt wird. Bei der Bestattung mußte ich mich krankheitshalber durch Sachs vertreten lassen.
Da Sándor auf das Referat verzichtet, nehme ich an, daß Otto es allein übernimmt; nach ihm kommt Hanns als Korreferent, dann die weitere Diskussion. Unsre Ankündigung, daß nur 15 Vorträge stattfinden können, hat einen ausgezeichneten Erfolg gehabt; es sind nur 17 angemeldet, von welchen wahrscheinlich 1 oder 2 noch zurückgezogen werden. So sind wir der unangenehmen Auswahl ganz überhoben. Das Verzeichnis stelle ich in diesen Tagen zusammen und sende es zunächst an Ernest.
Du, l. Otto, fragst nach Aufsätzen für Imago. Von den Kongreßvorträgen werden 3 (Reik, Róheim, Bernfeld) für Imago geeignet sein.
Ohne Nachricht bin ich noch darüber, ob wir von Ihnen, l. Herr Prof., einen Vortrag erwarten dürfen. Wir freuten uns so sehr, daß wir in Imago 2 neue Aufsätze von Ihnen angekündigt sahen. So hoffen wir auch auf einen Vortrag, wenn dem nicht Gründe entgegenstehen. Auf jeden Fall wüßte ich gern, ob ich Sie aufs Progr. setzen darf, eventuell mit Thema »vorbehalten«.