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Liebe Freunde,
Endlich soll wieder einmal ein Bericht von uns pünktlich abgehen. Allerdings wird er dieses Mal etwas kurz sein. Die letzten Briefe von W. & L. bieten zur Beantwortung nichts Besonderes. Eine Bemerkung in Deinem Brief, l. Sándor, mag hier eine vorläufige kurze Entgegnung finden. Hinsichtlich der Eignung von Dr. Bálint zum Referieren der »Genitaltheorie« bist Du im Irrtum. B[alint] ist gerade biologisch besonders geschult und interessiert. Zur Zeit seines Referates war ich (A) krank. aber Hanns und alle, die ich sonst darüber hörte, waren mit der Leistung sehr zufrieden. Auch ist dieses Referat dem Dr. B. nicht »übergeben« worden, sondern er hat unter Berufung auf seine biologische Vorbildung selbst darum gebeten; ein anderer Reflektant war nicht vorhanden.
Von hier ist zu melden, daß wir Dr. Loewenstein2 als Mitglied aufgenommen haben. Er hat eine mehrjährige gute Schulung. Falls er seinen Plan, nach Paris zu gehen, ausführt, könnte das von einiger Bedeutung werden.
Demnächst spricht Hanns im »Wissenschaftlich-humanit. Comite«3 auf dringende Einladung über die Stellung der Psa zu den Problemen der Homosex. Ich sprach gestern in einem kleinen Kreise von Künstlern über die Psychologie der modernen Richtungen in der bildenden Kunst.4 Zwei Vorträge, um die ich von einer Pädagogen-Vereinigung gebeten war, habe ich wegen Überbürdung an Simmel abgetreten.
Die Vorbereitungen zum Kongreß schreiten dank dem Eingreifen von Ottos Frau jetzt besser vorwärts. – Das definitive Programm sende ich in einigen Tagen an Ernest zur Durchsicht. Dann geht es in Druck. Das Symposion ist nun wie folgt besetzt:
Jones: Introduction (kurz, ca. 10 Minuten)
Sachs: Metapsychol. Gesichtspunkte
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. Bd. 3, S. 100, Anm. 7.
Der Vortrag fand am 29. März 1924 statt, vgl. IZP, 10, S. 241.
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. Bd. 3, S. 100, Anm. 7.
Der Vortrag fand am 29. März 1924 statt, vgl. IZP, 10, S. 241.