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Liebe Freunde,
Mitte März ist nur ein Brief aus L[ondon] eingetroffen. Das beiliegende Manuskript2 habe ich (A) zu lesen angefangen. Neben der Praxis lassen mich aber die Vorbereitungen zum Kongr. nicht damit vorwärts kommen. Einstweilen also nur besten Dank, l. Ernest.
Von uns ist nur zu melden, daß wir bereits unsre letzte Sitzung vor dem Kongreß abgehalten haben. Soweit es sich von hier aus überblicken läßt, scheint der Besuch aus Österreich und Deutschland sehr gut, aus England in Anbetracht der weiten Reise besonders erfreulich zu sein. Von Ungarn haben wir keine bestimmten Nachrichten. Von Holland kommen nur wenige (van Emden3 & Weyl4; van Ophuijsen ist noch unsicher). Von der Schweiz und von Amerika, ebenso Rußland erfuhren wir hier nichts. Die Anmeldungen der Teilnehmer gehen ja nach Wien.
Heute habe ich bereits die Korrektur des Programms gehabt. Ende dieser Woche sende ich an alle Gruppen eine Anzahl von Exemplaren, d. h. an die Adresse der Schriftführer Zwecks weiterer Verteilung.
Unsre Sommerkurse sind bereits in Vorbereitung. U. a. spricht Hanns über Shakespeares Königsdramen, Müller über Psychol. des Kindesalters, ich über Psychoanalyse der Geistesstörungen. Näheres später.
Zum Schluß wünschen wir ein uns alle zufriedenstellendes Zusammensein in Salzburg; vor allem hoffen wir Sie, l. Herr Professor, bei recht gutem Befinden zu treffen. Also auf Wiedersehen!
Mit den besten Grüßen
Abraham Sachs