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Liebe Freunde,
Es waren wichtige Interessen, die uns seinerzeit dazu bewogen, eine intime Gemeinschaft zur Pflege der Psychoanalyse zu schaffen und diese auch durch eine regelrechte Rundbriefkorrespondenz zu fördern. Diese Korrespondenz hat sich in letzterer Zeit in eine Anzahl von Privatkorrespondenzen aufgesplittert, während die Rundbriefe zu einer inhaltslosen Formalität degradiert wurden. Es wäre pure Hypokrisie und unser unwürdig, diese Tatsache abzuleugnen oder zu verschweigen.
Es ist abzuwarten, wie sich das persönliche Verhältnis der bisherigen Komitee-Mitglieder gestalten wird. Wie dem aber auch sei, meine Ansicht geht dahin, daß die Leiter der bedeutendsten Vereinigungen unbedingt eine Plattform finden müssen, die es ihnen ermöglicht, die vor allem zu berücksichtigenden Interessen der Psychoanalyse nach wie vor durch gegenseitige Unterstützung zu fördern. Ich gebe also der Hoffnung Ausdruck, daß – abgesehen davon, wie und von welcher Seite gegen die Kollegialität gesündigt wurde, alles getan wird, was das gemeinsame Interesse erheischt.
Bei Abwesenheit des H. Professor vom Kongreß2 bleibt es Einzelbesprechungen vorbehalten, einen Modus vivendi zu schaffen.
Mit Gruß
Euer
Ferenczi